12. Juni 2018
12.06.2018

Oberster Gerichtshof bestätigt Haftstrafe gegen Königsschwager Iñaki Urdangarin

Madrid empfiehlt eine Haftstrafe von fünf Jahren und zehn Monaten. Das Gericht in Palma de Mallorca hatte Urdangarín zu sechs Jahren und drei Monaten verurteilt. Mittwoch (13.6.) soll er vor Gericht in Palma erscheinen

12.06.2018 | 17:09
Iñaki Urdangarín wird eine Haftstrafe antreten müssen. Hier verlässt er 2017 das Gericht in Palma de Mallorca.

Iñaki Urdangarin, Schwager des spanischen Königs Felipe VI., wird um eine Haftstrafe nicht herumkommen. Das Oberste Gericht in Madrid bestätigte am Dienstag (12.6.) das Urteil des Gerichts in Palma de Mallorca und setzte die Dauer der Haftstrafe herunter. Madrid empfiehlt fünf Jahre und zehn Monate Haft, während das Gericht in Palma de Mallorca sechs Jahre und drei Monate verhängt hatte. Das Gericht warf Iñaki Urdangarin vor, seine priveligierte Postition als Mitglied der königlichen Familie missbraucht zu haben. Die Staatsanwaltschaft hatte gefordert, die Haftstrafe auf zehn Jahre zu verlängern. 

Die letzte Entscheidung über die Haftstrafe liegt beim Gericht in Palma de Mallorca. Die zuständigen Richter haben für Mittwoch (13.6.) Iñaki Urdangarin und die ebenfalls verurteilten Diego Torres, dem ehemaligen Geschäftspartner Urdangarins, und den ehemaligen balearischen Ministerpräsidenten Jaume Matas vorgeladen, um das Urteil zu vollstrecken. Sie werden in der Zeit zwischen 9 Uhr morgens und 14 Uhr erwartet. Torres Haftstrafe wurde von acht Jahren und sechs Monaten auf fünf Jahre und acht Monate herabgesetzt. Jaume Matas Urteil bleibt mit drei Jahren und acht Monaten unverändert.

Urdangarin hat die Möglichkeit, eine Beschwerde beim spanischen Verfassungsgericht einzulegen. Auch eine Begnadigung seitens König Felipe VI. wäre möglich, falls dies der amtierende spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez beantragen würde. Beide Szenarien gelten gelten als unwahrscheinlich.

Iñaki Urdangarin wurde im Februar 2017 wegen dubiosen Geschäfte mit seinem angeblich gemeinnützig arbeitenden Nóos-Institut verurteilt. Er wurde wegen Unterschlagung, Hausfriedensbruch, Betrug, zwei Steuerdelikten und Einflussnahme belangt. Das Oberste Gericht in Madrid hatte die Strafe um fünf Monate reduziert, da man einen Fall von Urkunden-Fälschung nicht eindeutig habe nachweisen können.

Als Nebenkläger trat die balearische Landesregierung auf, sie forderte die Rückgabe von Geldern, die für die Ausrichtung von zwei Tagungen zum Thema Sport und Tourismus an das angeblich gemeinnützige Institut Nóos geflossen waren. 20 Millionen Euro Subventionen sind damals geflossen. 

Urdangarins Frau, Infantin Cristina, wurde vom Vorwurf der Steuerdelikte freigesprochen, der Freispruch wurde ebenfalls in Madrid bestätigt. Die Chronik des Falls lesen Sie hier. /lk

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