Action garantiert bei der Regatta „Copa del Rey“:

30-07-2009  
Besonderes Augenmerk gilt auch in diesem Jahr der TP52-Klasse. Nicht nur, weil in ihr auch das Königsboot um den Pokal kämpft.
Besonderes Augenmerk gilt auch in diesem Jahr der TP52-Klasse. Nicht nur, weil in ihr auch das Königsboot um den Pokal kämpft.   Foto: DM

KARL-HEINZ EIFERLE Nachdem in diesem Jahr die „Breitling“-Regatta mangels Sponsoren nicht in mallorquinischen Gewässern ausgetragen wurde und damit auch der „Audi MedCup“ nicht auf die Insel geholt werden konnte, blickt die Segelszene nun gespannt auf die „Copa del Rey“. Im Rahmen der 28. Ausgabe der Hochseeregatta treten vom 1. bis zum 8. August mehr als 100 Yachten und über 1.000 Spitzensportler in der Bucht von Palma gegeneinander an. In insgesamt acht verschiedenen Klassen (ORC 670, IRC, RI, TP52, GP42, SWAN 45, X-41 und X-35) wird um die begehrten Trophäen gekämpft.

Die spektakulärsten Wettfahrten wird es wohl auch in diesem Jahr wieder bei den TP52-Yachten geben, die seit 2005 die Regatta bereichern. Sie gelten als die Formel 1 der Meere und müssen sich keinen komplizierten Ratingberechnungen unterziehen. Wer als Erster über die Ziellinie fährt, hat gewonnen.

In dieser Klasse ist auch der spanische König am Start, wenngleich davon auszugehen ist, dass Juan Carlos nicht an allen sechs Regattatagen an Bord der „Bribón“ sein wird, falls er überhaupt Zeit für seinen Lieblingssport findet. „Man weiß nie mit Sicherheit im Voraus, wann und ob der König mitsegelt. Das gleiche gilt für Kronprinz Felipe“, sagt „Copa del Rey“-Sprecher Nicolás Terry leicht genervt. „Immer fragen alle nach der Königsfamilie, als ob es nicht noch mehr zu berichten gäbe.“

Aber der König ist nun einmal das Zugpferd der Veranstaltung, nicht nur weil sie Königs-Cup heißt. Neben dem gesellschaftlichen Aufsehen, das die Monarchen verursachen, gibt es auch noch das sportliche. Im vergangenen Jahr belegte das Team des Königs immerhin den zweiten Platz hinter der „El Desafío“, von Terry Hutchinson. Und den gilt es zu verteidigen oder gar zu verbessern.

Aber nicht nur die TP52er versprechen Regatta-Action pur. In der IRC-Gruppe gehen riesige Open 60, Wallys und Maxis an den Start. Auch die Manöver von Carles Rodríguez werden in diesem Jahr gespannt verfolgt werden. 2007 gewann er mit seiner Dufour 44 in der IMS 570 Klasse und 2008 in der ORC 570 Klasse. Nun will er mit seiner neuen DK46 das Triple in der RI-Gruppe perfekt machen.

Die Regatten werden von Montag (3.8.) bis Samstag (8.8.) jeweils ab 13 Uhr ausgetragen. Basishafen ist traditionell der Real Club Náutico Palma. Wer die Wettkämpfe nicht live vom Wasser aus verfolgen kann, hat vor und nach den Regatten die Möglichkeit, die Hightech-Yachten vom Ufer aus zu bestaunen.

Die Preisverleihung findet am Abend des letzten Wettkampftages statt. Sollte es Juan Carlos zeitlich einrichten können, wird er es sich – wie in den Vorjahren auch – sicher nicht nehmen lassen, den Gewinnerteams persönlich die Trophäen zu überreichen.

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