Maßgeschneiderte Traumschiffe

11-06-2009  
Computermodell einer „nackten
Computermodell einer „nackten" Solaris 72, die dann ganz individuell ausgebaut und ausgestattet wird.  Foto: Serigi

KARL-HEINZ EIFERLE Erwin Schwizer heißt nicht nur so, er ist auch „Schwizer“. Seit 17 Jahren lebt der Eidgenosse auf Mallorca. Seit 18 Monaten verkauft er hier zusammen mit seiner Frau Yvonne exklusiv für Spanien und Portugal luxuriöse Solaris-Hochsee-Yachten. Sein Büro liegt jedoch nicht am Wasser, sondern unterhalb des Randaberges. Und die Yachten gibt es, genau genommen, gar nicht.

„Wir bauen die Schiffe nach Maß. Alle unsere Yachten sind ausschließlich auf die Wünsche unserer Kunden zugeschnitten. Das sind keine Boote von der Stange“, sagt der 59-Jährige, der sich schon lange vor dem Alinghi-Fieber dem Segelsport verschrieben und schließlich das Hobby zum Beruf gemacht hatte. Die Serigi-Werft, unweit von Triest, stelle lediglich den Rohbau. Alles Weitere werde nach Absprache mit den künftigen Eignern gebaut. „Deshalb müssen unsere Kunden auch nicht unbedingt zu uns aufs Land kommen. „Wir haben ohnehin kein fertiges Schiff, das wir ihnen zeigen könnten. Wir kommen zu unseren Kunden.“

„Die meisten Interessenten besitzen oder besaßen bereits ein eigenes Schiff und wollen etwas Indivi­duelleres haben“, erklärt Schwizer weiter. Üblicherweise richte sich die Größe des Neubaus nach den Maßen des schon vorhandenen Liegeplatzes. Solaris-Rümpfe gebe es in neun verschiedenen Größen, zwischen 42 und 95 Fuß. Ganz besonderer Beliebtheit erfreuten sich die Solaris-One-48- und One-60-Reihen. Die kleinste Variante eines Solaris-Seglers belaste mit um die 320.000 Euro die Brieftasche des Auftraggebers, die größte koste locker zehn Millionen Euro. „Das kommt immer darauf an, was genau der Kunde haben möchte.“

Generell seien Solaris-Yachten schlanke, schnelle Boote, die sowohl für Regatten als auch für Familientörns genutzt werden könnten. Die meisten Kunden wählten eine Cruiservariante, die einerseits recht flott unterwegs sei, andererseits jeden denkbaren Wunsch ihres Besitzers erfülle. „Wer unsere Schiffe sieht und sich ein bisschen auskennt, der weiß sofort, dass es sich hier um etwas ganz Besonderes handelt“, sagt Schwizer nicht ohne Stolz.

„Wenn wir einen wirklich interessierten Kunden haben, informieren wir ihn über die Möglichkeiten der Werft und besprechen mit ihm ausgiebig die Umsetzbarkeit seines schwimmenden Traums.“ Dann werden die ganzen Informationen an den Schiffsingenieur nach Italien geschickt. Wenig später lade die Werft Schwizer und seinen Kunden nach Italien ein. Der Ingenieur habe dann bereits ein virtuelles 3-D-Modell des möglichen Schiffes erstellt, und der Werftbesitzer führe den Kunden persönlich über das Gelände, um ihm die Werkstätten zu zeigen.

Am darauf folgenden Tag erhalte der Kunde die Gelegenheit, mit einem ähnlichen Schiff in der gewünschten Größe zu segeln. „Das sind alles Eignerschiffe, und die Neukunden fahren gemeinsam mit den Altkunden hinaus. Die Werft hat keine eigenen Schiffe.“

Und meistens sei es so, dass noch während des Werftbesuches alle Pläne wieder umgeschmissen würden. „Dann sehen die hier ein neues Holz, da eine andere Raumaufteilung und dort ein Badezimmer, das ihnen besser gefällt als das zuerst gewählte. Und dann geht das Brainstorming wieder los.“

Dabei brauchen Solaris-Kunden noch mehr als Vorstellungskraft und das nötige Kleingeld. Sie brauchen auch viel Geduld. Denn je nach Größe des Schiffes und den Wünschen seines künftigen Besitzers dauert es zwischen einem und zwei Jahren bis zum Stapellauf, die Planungsphase nicht mitgerechnet.

„Singles wissen recht schnell, wie ihr Schiff einmal aussehen soll. Bei Ehepaaren kann es durchaus ein Jahr bis Baubeginn dauern, Großfamilien brauchen oft noch länger.“

Mehr Infos unter www.solaris.com

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