Diskussionen über den Klimawandel machen keinen Spaß, wenn man auf einer Insel wie Mallorca lebt und auf das Flugzeug angewiesen ist, um sie verlassen zu können. Fühlen Sie sich bei dem Thema als einer von vielen kleinen Umweltsündern ebenfalls befangen? Die Realität ist jedoch, wie sie ist, das Rad der Zeit lässt sich nicht einfach zurückschrauben. Mobilität ist nun einmal ein Merkmal unserer heutigen Gesellschaft und die Tourismuswirtschaft die Lebensader Mallorcas.
Zunächst einmal muss die Frage lauten, wie man seinen persönlichen Lebensstil so gestalten kann, dass nachfolgende Generationen dafür nicht büßen müssen. Wir werden in Zukunft Verzicht üben müssen, daran führt wohl kein Weg vorbei. Auch wenn es keine bewusste Entscheidung ist - knapper werdende Rohstoffe und somit steigende Preise werden uns förmlich dazu zwingen.
Die Wirtschaft stellt sich darauf schon jetzt ein. Viele Fluggesellschaften rüsten ihre Flotten bereits mit Maschinen auf, die weniger Treibstoff verbrauchen und somit auch weniger die Atmosphäre schädigen. Das ist gut, denn Effizienz ist eine Antwort auf die Klima-Problematik.
Doch das wird nicht reichen. Politische Entscheidungen und eine stringente Umsetzung sind gefragt, um dem Klimawandel gegenzusteuern. Dass Spanien als eines der Kernländer der Europäischen Union bei der Reduzierung der Treibhausgase seit Jahren bummelt, ist angesichts der Tatsache, dass das Land wie kaum ein anderes in der EU unter den direkten Folgen der Klimaveränderung zu leiden haben wird, unverständlich.
Erst in den vergangenen Jahren hat man damit begonnen, den Anteil der erneuerbaren Energien zu erhöhen. Doch ein Blick auf die Dächer genügt, um festzustellen, dass auf der Sonneninsel Mallorca eine riesige Energiequelle brachliegt und nur darauf wartet, genutzt zu werden.9