Baustellen - Gift für den Tourismus

03-06-2009  

FRANK FELDMEIER Wie wäre es mit einer Sightseeing-Tour der anderen Art? Einer Inselrundfahrt zu den schönsten Baustellen – sagen wir von der Strandpromenade in Cala Ratjada, wo der Hafen umgebaut wird, nach Llucmajor zur Dorfplatzverschönerung, von dort zur Playa de Palma, wo ebenfalls Bauarbeiten beginnen sollen, um dann nach einem Abstecher zum zukünftigen Kongresspalast in Palma zur Hafenmole in Alcúdia zurückzukehren?

So weit wird es nicht kommen. Doch auch über die jetzigen Pläne können die Hoteliers nur den Kopf schütteln. Während sie hoffen, in dieser Saison vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise mit einem blauen Auge davonzukommen, schlägt der balearische Umweltminister Miquel Àngel Grimalt vor, Bauarbeiten in den Touristenorten – freilich unter strengen Auflagen – auch im Sommer zuzulassen. Die lahmende Wirtschaft braucht schließlich Impulse. Hinzu kommen Subventionsmillionen, die die spanische Regierung derzeit an die Kommunen vergibt, um lokale Baufirmen zu beschäftigen.

Doch schon allein das Signal ist falsch. Was nützt es, Jobs und Aufträge im darbenden Bausektor zu retten, wenn gleichzeitig Urlauber verschreckt werden? Niemand entflieht dem Alltagsstress, um sich Lärm oder auch nur dem Anblick von Baustellen auszusetzen. Schon das Risiko, dass es laut werden könnte, dürfte Touristen nach Alternativen suchen lassen – von denen es bekanntlich genug gibt.

Mallorcas Tourismusbranche ist auf eine bessere Planung angewiesen. Nicht abgestimmte Ankündigungen werfen wieder einmal ein schlechtes Licht auf das regierende Mitte-Links-Bündnis. Und müssen die ersten Spatenstiche für eine jahrelang geforderte Modernisierung der Playa de Palma im Sommer beginnen? Dabei ist im Winter genug Zeit, alle anstehenden Arbeiten auszuführen – dann, wenn die Boulevards ohnehin verwaist sind. Und wenn erst einmal die Sommersaison zu Ende ist, werden Jobs auf Mallorca weit dringender gebraucht als jetzt.

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