Gleiche Verantwortung in der Familie, bitte!

Die Gesetze zur Gleichberechtigung sind gut. Im Alltagsleben aber hapert es noch.

04-03-2010  

SILKE DROLL Was die Gesetze angeht, haben die Frauen in Spanien viel erreicht. Einen entscheidenden Fortschritt in Sachen Gleichberechtigung brachte zuletzt die Zapatero-Regierung mit Gesetzen zur Vereinfachung von Scheidungen, gegen häusliche Gewalt und mehr Gleichberechtigung. Auch stimmt übrigens das Spanien-Klischee vom Macho-Mann nicht, der eher als anderswo in Europa in der Familie mal zuschlägt. Im Gegensatz zu Deutschland wird in Spanien das Thema häusliche Gewalt deutlich stärker in den Medien behandelt und deswegen auch mehr wahrgenommen.

Doch weiterhin verdienen Frauen in Spanien und Deutschland weniger als Männer (auf den Balearen fällt ihr Lohn um 25 Prozent geringer aus), und Chefinnen sind selten. Und das, obwohl bereits Feministinnen vor mehr als 100 Jahren gleichen Lohn und Aufstiegsmöglichkeiten gefordert haben. Nicht einmal in den eigenen vier Wänden klappt die Gleichberechtigung. Auch wenn Frauen Vollzeit arbeiten, hängen sie im Haushalt häufig noch eine zweite Schicht dran, während es sich ihre Gatten schon mal auf dem Sofa bequem machen. Dabei geht es nicht nur um die praktische Ausführung der Hausarbeit und Kindererziehung, sondern vor allem um geteilte Verantwortung und Organisation. Denkt der Mann daran, was im Kühlschrank fehlt oder wie der Nachwuchs zur Klavierstunde kommt? Meistens übernimmt das die Frau. Und wenn er dann doch mal am Sonntag eine Paella aufkocht oder eine Windel wechselt, will er dafür ein Extra-Lob.

Das Verhalten ist verständlich, denn der Einsatz zuhause ist im Gegensatz zum Chefsessel mit keinerlei Machtrepräsentation verbunden. Peinlich finden sich diese Männer aber nicht, wenn sie ihre Frauen mehr oder weniger zwangsweise zur Familien-Managerin machen. Vielmehr lautet die Erklärung „Ach, das steckt Euch doch irgendwie in den Genen." Kann Zapatero bitte auch noch ein Gesetz erlassen, dass solche Äußerungen verbietet?

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