´Mallorca m´agrada´: Warum sie so auf die Insel stehen

05-05-2011  

Es ist ein Mallorca ohne bunt gescheckte Radfahrer, Sangria-Kübel und tief gebräunte deutsche Fincabesitzer. Wer wissen will, wie ein nicht unerheblicher Teil der Insel tickt, sollte sich die von der Obra Cultural Balear, einer Vereinigung zur Förderung des Katalanischen, produzierten „Mallorca m´agrada"-Videos anschauen. Eine Auswahl findet sich hier.

Es sind lipdubs: Musikvideos, in denen Hunderte von Darstellern die Lippen so bewegen, als würden sie ein Lied singen, und in einer einzigen, minutenlangen Kamerafahrt abgefilmt werden. Man muss das gesehen haben. Es sind Bilder, die gute Laune versprühen und eine Ahnung von der Vielfalt des dörflichen Insellebens vermitteln.

Zugleich ist unschwer zu erkennen, wie sehr die von der Planung und Logistik hoch komplexen Dreharbeiten alle Beteiligten zusammengeschweißt haben müssen. Und all dies unter dem sympathischen, weil doch unstrittigen Motto: Ich steh auf Mallorca. Rund 15.000 Menschen sollen so mobilisiert worden sein, 15.000 Menschen, die diese Videos noch in Jahrzehnten auf die Festplatten ihrer Enkel brennen dürften. Kompliment an den OCB: eine clevere Idee.

Und doch bleibt ein schaler Beigeschmack, denn: Was soll das eigentlich? Dass auch die Bewohner einer Insel, die alljährlich von Millionen Urlaubern besucht wird, ihre Insel toll finden, ist nicht nur naheliegend, sondern erwiesen. Um diesen Stolz zu wecken, brauchte es keiner Massenmobilisierung. In der Kampagne ist von einer friedlichen und weltoffenen Insel die Rede, aber man wird den Eindruck nicht los – und die kämpferische Rede des OCB-Chefs bei der Abschlussveranstaltung bestätigt ihn –, dass es hier doch um etwas anderes geht: um die bedingungslose und letztlich einseitige Förderung des Katalanischen zuungunsten des Spanischen, um eine Demonstration der Stärke im Angesicht des wohl bevorstehenden politischen Machtwechsels und um die Festigung einer patriotischen Gesinnung, die andere Kulturen nur dann akzeptiert, wenn sie in der eigenen aufgehen. Und das ist dann nicht mehr uneingeschränkt sympathisch.


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