Olympische Spiele: Diese Mallorquiner haben Chancen auf Medaillen

07-08-2008  
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Rafael Nadal nach seiner Ankunft im Olympischen Dorf von Peking. Efe

Bei den Olympischen Spielen in Peking sind auch zwölf mallorquinische Sportler am Start. Das sind zwar drei weniger als vor vier Jahren in Athen. Dennoch ist die kleine Abordnung Insulaner mit großen Medaillenhoffnungen ins Reich der Mitte gereist. Fünf von ihnen gelten als echte Anwärter auf Edelmetall.

HOLGER WEBER UND THOMAS ZAPP Auf Goldkurs geht bei seinem Olympiadebüt das Tennis-Ass Rafael Nadal. Der 22-Jährige aus Manacor gilt auch rechnerisch als Favorit auf den Einzeltitel im Herren-Tennis, seit er vergangene Woche beim Turnier von Cincinnati auf den ersten Platz der Tennis-Weltrangliste stürmte. Nach Carlos Moyà, der im Jahr 1998 für kurze Zeit der beste Spieler der Welt war, ist er der zweite Mallorquiner, der in der Liste der ATP ganz oben geführt wird. ?Bei den Olympischen Spielen anzutreten, ist für jeden Sportler etwas ganz Besonderes", sagt Nadal, der dem Turnier die gleiche Bedeutung zumisst wie einem Wimbledon-Sieg. Im Doppel wird Nadal zusammen mit Tommy Robredo antreten. Auch dort hat er eine echte Chance, in die Medaillenränge vorzustoßen.

Seit den Mountainbike-Weltmeisterschaften im vergangenen Juni im italienischen Val di Sol zählt auch Marga Fullana aus Sant Llorenç des Cardassar wieder zu den absoluten Top-Favoritinnen auf den Olympiasieg. In den Dolomiten gelang ihr nach 1999 und 2000 zum dritten Mal der Sieg bei einer WM. Bei den Olympischen Spielen in Sydney hatte die 35-Jährige im Jahr 2000 die Bronzemedaille geholt. Zu ihren härtesten Konkurrentinnen zählt mit Sabine Spitz eine Deutsche, die bei den Titelkämpfen vor vier Jahren in Athen die Bronzemedaille gewann. Eine wichtige Rolle könnte das Wetter in Peking spielen: ?Wenn es warm und trocken ist, bin ich klar im Vorteil, sollte es jedoch nass und kühl sein, eher die Deutsche", so Marga Fullana im Interview mit der MZ. Die Mallorquinerin ist bereits einige Wochen vor dem Wettkampf nach China gereist, um sich auf die örtlichen Gegebenheiten einzustellen.

Die spanischen Basketballer mit dem mallorquinischen Starspieler Rudy Fernández bereiteten sich dagegen in ihrer Heimat auf das Turnier vor. Wie die spanischen Hand- und Fußballer sind die Korbjäger derzeit Weltklasse und können - seitdem die USA nach einigen Niederlagen nicht mehr als unschlagbar gelten - auch um Gold mitspielen. Etliche spanische Spieler verdienen bereits ihr Geld bei US-amerikanischen Profi-Clubs, auch Rudy Fernández wird nach den Titelkämpfen in Peking vom DKV Joventut im katalanischen Badalona nach Portland zu den Trail Blazers wechseln. In der spanischen Liga ACB holte Fernández nach Marc Gasol, dem Bruder von NBA-Star Pau Gasol, in der vergangenen Saison die meisten Punkte.

Im Vergleich zu Olympia-Neuling Fernández kann Bahnradfahrer Joan Llaneras bereits auf reichlich Erfahrung bei Olympischen Spielen verweisen. Vor 18 Jahren begann der 39-Jährige aus Porreres seine Profikarriere. Bis heute wurde er sieben Mal Weltmeister, gewann bei den Spielen in Sydney die Goldmedaille und in Athen Silber. Ziel ist eine weitere Medaille in Peking. Allerdings stand bis vor kurzem noch nicht einmal fest, mit wem Llaneras im Madison, dem Zweier-Team-Wettbewerb, starten würde. Sein langjähriger Partner Isaac Galvéz war vor zwei Jahren tödlich verunglückt, dessen Nachfolger Carlos Torrent verletzte sich bei einem Straßenrennen in Portugal schwer. Das hat dazu geführt, dass Llaneras nun mit Toni Tauler aus Santa Margalida an den Start gehen wird. Das mallorquinische Duo muss einen guten Tag erwischen, um vorne dabei zu sein. ?Für mich werden die Spiele der Höhepunkt meiner Karriere", so Toni Tauler jüngst im Interview mit der MZ.

In der Druckausgabe lesen Sie außerdem:
Die spanische Delegation im Überblick
Spaniens Höhenflug: Interview mit Sportwissenschaftlicher Digel


Chinesen auf Mallorca: "Olympia haben wir nicht"

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