Nach den Erdrutschwahlen: Bauzá-Nachfolge muss warten

Sonderparteitag soll erst nach den Wahlen zum spanischen Parlament stattfinden. Der Balearen-Premier hatte seinen Rücktritt als Parteivorsitzender der PP auf den Inseln angekündigt und damit die Konsequenzen aus der Wahlniederlage gezogen

28.05.2015 | 02:30

So schnell wird es wohl nichts mit dem Rücktritt des scheidenden balearischen Ministerpräsidenten José Ramón Bauzá vom Vorsitz der Volkspartei (PP) auf den Balearen: Die regionalen Sonderparteitage sollen in jedem Fall erst nach den Wahlen zum spanischen Parlament Ende des Jahres stattfinden. Die Partei müsse sich bis dahin auf den Wahlkampf konzentrieren, hieß es am Mittwoch 27.5.) in der Parteispitze. Übergangsweise könnten aber Parlamentssprechern und Generalsekretären weitergehende Kompetenzen eingeräumt werden.

Bauzá hatte am Dienstag - zwei Tage nach der Wahlschlappe - angekündigt, das Feld zu räumen: Er werde beim nächsten Parteitag der Konservativen, der nach dem Sommer abgehalten werden solle, nicht mehr für das Amt des Vorsitzenden kandidieren.

Bauzá gab seine Entscheidung vor dem erweiterten Regionalvorstand der Volkspartei bekannt. Zu dem Treffen in Palma kam am Abend alles zusammen, was bei der Balearen-PP Rang und Namen hat: der streitbare Hauptstadtfürst José María Rodríguez, der ehemalige Ministerpräsident Gabriel Cañellas oder auch der noch amtierende Bürgermeister Palmas Mateu Isern. Keiner von ihnen ist Bauzá wohlgesonnen.

Die Balearen-PP verlor unter dem Vorsitz des studierten Apothekers bei den Regionalwahlen am Sonntag ein Drittel ihrer Sitze im Parlament und fuhr das schlechteste Wahlergebnis in Jahrzehnten ein. Die Volkspartei ist zwar weiterhin die stärkste Partei, kommt aber selbst mit einem Juniorpartner nicht mehr auf eine eigene Mehrheit. /ff/ck

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