Die große Hitze ist vorbei. Der Sommer neigt sich seinem Ende entgegen, und die Temperaturen pendeln sich wieder auf Werte ein, die von den meisten Menschen als angenehm empfunden werden. Das Meer ist dabei immer noch badewannenwarm, entspannte...
13 Quadratmeter und ein Hauch von Krise
Ein Stuhl, ein Tisch, eine Theke: "Maximale Kapazität 10 Personen", steht auf einem Schild am Eingang von ?Meriendas Bestard". Es sind auch schon mal mehr, und dann wird es laut...
Tanzen ist Lebensfreude, pure Energie. Als das Trommelfeuer beginnt, lässt Helwa die Metallplättchen an ihrem Kleid tanzen, immer schneller und schneller. Ihr erdbeerroter Mund ist leicht geöffnet, die Augen leuchten. „Es gibt...
Jener 28. Oktober hinterließ bei dem damals 15-jährigen katalanischen Maler Antoni Tàpies bleibende Eindrücke. Nie wieder habe er auf der Diagonalen, einer der großen Prachtstraßen Barcelonas, eine solche Begeisterung erlebt wie an diesem Tag, als...
Wenn da nicht wieder böse Geister ihre Finger im Spiel haben. Legenden, denen sie entsprungen sein könnten, hat die Burgruine von Alaró genügend zu bieten. Sind also die spukenden Seelen von am Grill gerösteten Edelleuten schuld, dass sich die...
Vögel mit Hirschgeweih, Katzen mit Elefantenohren und Hunde mit Pinguinflossen. In einem Wald in der Nähe von Pollença scheint die Natur verrückt zu spielen. „Paintball Fantasy" steht auf dem Eingangsschild zu dem...
Agustín Aguiló kommt heute einfach nicht dazu, das kleine Elektrogerät zu reparieren, das vor kurzem seinen Geist aufgeben hat. Immer wenn er hinter seinem vollgepackten Tresen den Schraubenzieher hervorkramt, wird er aufs Neue...
Es ist kurz vor 10 Uhr, die ersten Erlebnishungrigen stehen bereits Schlange an der Avenida Antoni Maura, unmittelbar unterhalb des Almudaina-Palastes. Engländer, Deutsche, Franzosen und ein paar Festlandspanier sind dabei. Alle warten auf...
Einmal im Monat nimmt die Mallorca Zeitung Weine aus dem Supermarkt aus einer bestimmten Region unter die Lupe. Auswahlkriterium: Die Tropfen dürfen nicht teurer als zehn Euro sein. Einen Tag zuvor auf die richtige Trinktemperatur gebracht, werden sie von professionellen Testern verkostet: von den Sommeliers Manuel Vogel und Patrick Paulen vom renommierten Malvasía Restaurant in Palma, zu dem eine Vinoteca mit über 3.000 verschiedenen Wein-Referenzen gehört.
Ziemlich mickrig kommt man sich neben einer Boeing 737-800 und erst recht neben so "Dickschiffen" wie dem Airbus 330-200 vor. In der Halle 8 am Düsseldorfer Flughafen - 160 mal 65 Meter groß - wird ein Teil der 124 Maschinen starken Flugzeugflotte von Air Berlin gewartet. Und das ist eine Wissenschaft für sich. Denn auf einer Werft wird nichts dem Zufall überlassen. Jede einzelne Arbeit ist vom Hersteller vorgeschrieben, wird akribisch ausgeführt, kontrolliert, dokumentiert - der Sicherheit wegen. Die MZ hat mit dem Assistant Technical Director des Flugzeughangars, Jürgen Halbach, gesprochen.
Es ist eng geworden auf dem Meer. Sehr eng. Eben noch schienen wir die Einzigen zu sein, die durch die aufgewühlte See pflügen. Jetzt trennen uns oftmals nur wenige Meter von den anderen Yachten, die pfeilschnell und haarscharf vor, neben und hinter uns auf- und abkreuzen. Dial-up nennt sich diese Art von Manöver, bei dem es darum geht, sich die bestmögliche Ausgangsposition vor der imaginären Startlinie auf dem Wasser zu verschaffen.
Auf halbem Weg von Campos nach Felanitx führt ein holpriger Weg direkt ins Glück. In eine Welt aus schwarzen Ponyaugen, Stoppelmähnen, Reitstiefeln und Sattelkammern, in denen es nach Leder und Pferdeschweiß riecht. Kinderglück.
Wo andere eine Wanderung ins Grüne machen, sieht Joan Rita kein Grün. Er sieht ein vielschichtiges Mosaik aus Hunderten ihm wohlvertrauter Pflanzen. Wo für unser Auge nur Gestrüpp und trockenes Unkraut am Asphaltrand wuchert, kann er mehrere Dutzend mallorquinische Distelarten unterscheiden. Jede einzelne davon kennt er mit Namen und weiß, woher sie ursprünglich stammt. Und er weiß, wann und in welcher Farbe welche Kräuter blühen und wofür sie auf der Insel benutzt werden.
Ausgerechnet heute liegt mir das Mackie-Messer-Lied auf den Lippen. Seit vielen Jahren kam es mir nicht mehr in den Sinn. Es ist Mittwoch,
11 Uhr, und ich sitze am Einstieg zum „Gran Azul", dem größten der 55 Becken des Palma Aquariums. Irgendwo unter mir schwimmen 35 Haie. Der kleinste misst 50 Zentimeter, der größte um die zwei Meter. Und ich soll da rein, um Mallorcas neueste Attraktion am eigenen Leib zu testen: Tauchen mit Haien.
Wenn in einem Jahr in der Gemeinde Andratx Bürgermeister Xisco Femenías das Zepter abgeben muss, regiert im Rathaus eine Deutsche. Zumindest dem Namen nach: Die Vorsitzende der Unió Mallorquina, Isabel Alemany, hatte im Koalitionsvertrag mit den Sozialisten erreicht, dass das Amt aufgeteilt wird. Alemany heißt deutsch - Einwanderer aus Alemania in der Lokalpolitik?
Wenn Maya Uramowicz über die Steine der prähistorischen Siedlung Son Fornés in Montuïri geht, dann ist sie immer wieder von den monumentalen Bauten fasziniert, die die Talayots vor rund 3.000 Jahren errichtet haben. „Am meisten überrascht es mich, dass sie so gut erhalten sind", sagt Uramowicz. Die deutsche Archäo-logie-Studentin der Universität Freiburg bietet bis zum September deutschsprachige Führungen in Son Fornés an.
Von oben betrachtet wirkt das Gelände mit seinen schachbrettartig angelegten, breiten Straßenzügen wie eine amerikanische Kleinstadt. Doch die Ansammlung schmuckloser Zweckbauten liegt auf Mallorca, gleich hinter Palma, und beherbergt das Herz der mallorquinischen Wirtschaft. Das Polígono Son Castelló ist das größte Gewerbegebiet der Balearen. Süßes Nichtstun und die Schönheit der Insel sind an diesem Ort schnell vergessen. Dass Mallorca ein Urlaubsparadies ist, zeigt sich hier nur an den Schriftzügen der Reisebranchenriesen, die hier ihr Hauptquartier aufgeschlagen haben.
Die klassische Kur war gestern. Heute gönnt man sich Medical Wellness. Und das Beste: Für Wohlfühlurlaub zur Gesundheitsvorsorge brauchen Sie kein ärztliches Attest. Einen Zuschuss von der Krankenkasse gibt es aber trotzdem.
Honorato Bauzá ist Professor für Geschichte und hat eine Nase für Zufälle, die keine sind. Vor etlichen Jahren begann er, sich Gedanken darüber zu machen, warum es in seiner Heimatgemeinde Ses Salines Häuser gab, deren Besitzer beim Ausheben von Löchern, etwa beim Bau einer Zisterne, weit weniger rackern mussten als ihre Nachbarn. Das war deshalb erstaunlich, weil der Boden in Mallorcas regenarmem Süden nur eine dünne Vegetationsdecke aufweist und man normalerweise rasch auf eine knochenharte Schicht stößt, die im besten Fall aus Sandstein besteht.
Aus dem großen Abstand von über 1.000 Jahren wirke manchmal alles klein und sinnlos, sagt der Historiker Antoni Mas über sein Studienobjekt, die mittelalterlichen Burgen und Festungen auf den Balearen. Auch wenn die maurischen Burgen ausgefeilte Verteidigungssysteme und mächtige Schutzmauern aufweisen konnten: Im 13. Jahrhundert siegten die Christen über die Mauren, im 16. Jahrhundert machte zunächst der Sprengstoff die alten Verteidigungssysteme obsolet und später weitere Kriegserfindungen auch die Burgen überflüssig.
Der Reiseführer „Urlaub auf Mallorca" von 1960 spiegelt den Beginn einer ein halbes Jahrhundert alten Romanze wider - Auf der Insel fanden die Deutschen Tradition und Exotik, strenge Sitten und süßes Nichtstun am Strand
Der Export von Inselwein in Länder der Europäischen Union ist in den ersten zehn Monaten 2007 um rund zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken. „Das betrifft auch unser Hauptabnehmerland Deutschland", sagt Pere Calafat, Präsident des Kontrollrates der Denominación de Origen Binissalem und Betreiber der Öko-Bodega Jaume de Puntiró in Santa Maria.
Du bist mein Bocuse!" Wenn einem Gast so etwas beim Hinausgehen über die Lippen kommt, dann ist das ein ziemlich dickes Kompliment. Peter Himbert von der Molí des Torrent in Santa Maria jedenfalls hat diese Bemerkung berührt. Ein fast verlegenes Lächeln huscht über sein Gesicht mit den Sommersprossen und dem kleinen Bärtchen, wenn er davon erzählt. Seit 1999 betreibt Himbert mit seiner Frau Herta das Restaurant in der 130 Jahre alte Mühle mit dem schönen Patio.
Maria Gracia ist stets in guter Begleitung. Die 57-jährige Ordensfrau und Schuldirektorin ist nicht nur tief in ihrem Glauben verankert - unter dem Überwurf ihres Gewands kann sie auch jederzeit ihren persönlichen, digitalen Assistenten hervorziehen. Dank des tragbaren Computers (PDA) samt Eingabestift (Touchpen) verliert Schwester Maria Gracia Thomás Rosselló nie den Überblick. Sie leitet eine der spanienweit bestausgestatteten Schulen, was Neue Technologien im Unterricht und bei der Verwaltung angeht.
Um es vorweg klarzustellen: Wer hier auf der Insel in einem einheimischen Restaurant eine Paella bestellt, geht streng genommen fremd. Denn das berühmte Reisgericht hat mit der ursprünglichen Küche Mallorcas nichts zu tun. Heimat der Paella ist die spanischen Levante. Von ihr aus trat sie einst den Siegeszug durch das Land an, schwang sich zum spanischen Nationalgericht empor und ist heute kulinarischer Botschafter Spaniens in aller Welt.