Fensterplatz oder XL-Seat per Mausklick

24-04-2008  
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Auch auf Mallorca-Flügen sind bequeme Sitzplätze viel wert.  Foto: Condor

Bei fast allen Fluggesellschaften können die Sitzplätze bequem im Internet reserviert werden. Dieser Service ist jedoch nicht billig - es sei denn, man ist Besitzer einer Bonus- oder Kundenkarte

Von Andreas John

Vielflieger wissen das: Ein guter Platz im Flugzeug ist oft Gold wert. Bei fast allen Airlines lassen sich Sitzplätze vor dem Eincheck reservieren. Viele Reisebüros bieten diesen Service bereits bei der Buchung an. Einfach und problemlos gestaltet sich auch die Online-Reservierung von Plätzen. Die Sitzplatzreihen sind auf den Websites meist anschaulich dargestellt und können je nach Verfügbarkeit per Mausklick angewählt werden. Die Kosten für diesen Service sind jedoch von Airline zu Airline unterschiedlich.

Air Berlin
Die Reservierung kostet pro Person und Strecke zehn Euro. Für Familien mit Babys sowie Personen mit Schwerbehindertenausweis (Kennzeichen ýB") einschließlich Begleitperson ist die Reservierung kostenlos. Gleiches gilt für Besitzer der ýTopbonus Card Silver/Gold" und der ýTopbonus Service Card", ebenso für deren Begleitperson und mitreisende Kinder bis zum 12. Geburtstag. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, einen Sitzplatz mit mehr Beinfreiheit, einen sogenannten XL-Seat, zu reservieren. Dieser kostet pro Person und Strecke 20 Euro. Bonus-Karteninhaber zahlen die Hälfte. Die Reservierung ist nur über das Kunden-Center möglich.

Condor
Preise und Bedingungen sind identisch mit denen von Air Berlin. Allerdings ist hier eine Online-Sitzplatzreservierung nur bis spätestens 48 Stunden vor Abflug möglich. Ähnlich wie bei Air Berlin werden die Sitzplätze in der Notausgang-Reihe (Exit-
Reihe) als XL-Seat für 20 Euro ýverkauft". Für Inhaber der ýCondor TravelCard" ist die Sitzplatzreservierung inklusive, für Inhaber der ýCondor TravelCard Plus" oder der ýTravelCard Premium" sogar für bis zu drei Begleitpersonen kostenfrei. Condor bietet Eltern von Kindern zwischen zwei und elf Jahren die Möglichkeit, einen Auto-Kindersitz mit in den Flieger zu nehmen. Dafür muss mindestens 48 Stunden vor Abflug unter Angabe von Flugdaten, Vorgangsnummer und Herstellername des Sitzes sowie dem Gewicht des Kindes ein Antrag an die E-Mail-Adresse kindersitze@condor.com gestellt werden.

TuiFly
Eine Sitzplatzreservierung kann bis 48 Stunden vor Abflug gegen Zahlung einer Bearbeitungsgebühr in Höhe von neun Euro online bei der Buchung oder nachträglich telefonisch im Servicecenter vorgenommen werden. Bei Buchung mit ýTui Card" und/oder ýFlex-Tarif" kann der Sitzplatz kostenlos eingebucht werden. XL-Sitzplätze kosten 25 Euro pro Person und Strecke.

Germanwings
Eine Sitzplatzreservierung kann bis zu 24 Stunden vor Abflug auf drei verschiedene Arten vorgenommen werden: während der Buchung im Internet, über das Call-Center (in Spanien Tel: 91-789 56 39) oder am Flughafen-Schalter. Sie kostet in allen drei Fällen fünf Euro pro Person und Flug. Die Online-Reservierung erfolgt durch Anklicken des gewünschten Platzes in der Sitzplatz-Grafik. Eine nachträgliche Platzreservierung im Internet ist nicht möglich. Nach der Buchung können die Plätze ausschließlich über das Call-Center oder am Flughafen-Schalter reserviert werden. Für ýFlexPlus"-Kunden und Inhaber der ýGermanwings Card" ist die Sitzplatzreservierung kostenlos.

Lufthansa
Sitzplätze können ebenfalls bis zu 24 Stunden vor Abflug bei der Online-Buchung reserviert werden. Der Service ist kostenlos. Seit kurzem bietet die Kranich-Fluglinie zusätzlich den sogenannten Mobile Service an. Damit können zahlreiche Service-Angebote der Fluglinie mit dem eigenen Handy oder PDA in Anspruch genommen werden. Weiter Infos unter mobile.lufthansa.com.

Ryanair
Bei Ryanair gilt freie Sitzplatzwahl an Bord, es können keine bestimmten Plätze reserviert werden. Für Passagiere ohne Gepäck, die online einchecken, beziehungsweise gegen Zahlung einer Gebühr von vier Euro, besteht aber die Möglichkeit, eine sogenannte ýbevorzugte Behandlung beim Einstieg" zu bekommen. Damit ist man unter den (maximal 60) ersten Passagieren, die an Bord gehen und sich einen Sitzplatz wählen dürfen. Fluggäste mit eingeschränkter Bewegungsfähigkeit oder Sehbehinderung, oder Fluggäste, die besondere Hilfe benötigen und Ryanair darüber in Kenntnis gesetzt haben, erhalten speziell für sie reservierte Plätze. Laut Sicherheitsbestimmungen ist diesen Personen nicht gestattet, auf Plätzen an Notausgängen zu sitzen.

Tipp:
Auf vielen deutschen Flughäfen bieten Airlines sogenannte Früh-Check-in-Schalter an. Dort können nicht nur die Koffer bereits am Vorabend aufgegeben, sondern auch schon die Sitzplätze kostenlos reserviert werden.


Gut gesessen ist besser geflogen

Zu eng, zu laut, zu turbulent: Damit die Reise über den Wolken entspannt und wie im Fluge vergeht, sollte der richtige Platz im Flieger gewählt werden. Denn auch in der Touristenklasse gibt es unterschiedliche Sitze. Worauf es ankommt, verraten wir hier

Zwischen zwei und zweieinhalb Flugstunden liegt Palma von Deutschlands Großstädten entfernt. Eine Zeit, die manchmal gar nicht wie im Fluge vergehen will. Gemütlichkeit kommt in den eng aneinandergereihten Sitzplatzreihen nicht auf, Turbulenzen, Triebwerkdröhnen und ständig aufstehende Nachbarn tun zudem ihr Übriges, um einem die Reise im Ferienflieger zu verleiden.

Abhilfe schafft die Erste Klasse, auch als First- oder Business-Class bekannt. Doch viele Airlines, insbesondere Billigflieger und Low-Cost-Carrier, haben längst die breiten, bequemen und vor allem aufpreispflichtigen Sonderplätze auf Mittelstreckenflügen aus ihren Fliegern verbannt.

Doch auch in der Touristen- oder Economy-Klasse ist nicht jeder Sitzplatz gleich. Wer genau hinschaut, findet hier ebenso bequem Platz. Grundsätzlich gelten Fensterplätze als die besten. Am Fenster hat man den besten Ausblick - der Anblick auf das zehn Kilometer unterhalb liegende Alpenmassiv ist stets ein Hingucker. Der Blick in die Ferne beruhigt den Gleichgewichtssinn - wichtig für Menschen, die an Reisekrankheit leiden. Außerdem kann man auf einem Fensterplatz bei einem Nickerchen seinen Kopf gegen die Bordwand stützen. Und man braucht nicht aufzustehen, wenn der Nachbar auf die Toilette muss.

Leiden Sie unter Flugangst oder möchten Sie einfach einen ruhigen und entspannten Flug erleben, dann empfiehlt sich ein Sitzplatz im vorderen Bereich (bis zur Tragfläche). Hier wird der Flug am angenehmsten empfunden. Je weiter Sie hinten sitzen, umso lauter sind die Geräusche, die durch Turbinen und Tragflächen erzeugt werden. Auch Turbulenzen werden im Heckbereich sehr viel deutlicher wahrgenommen und können die Flugangst verstärken. Grund: Der Schwerpunkt der Maschine ist am weitesten entfernt, und das Seitenleitwerk gibt bei Turbulenzen die Schwingungen direkt weiter.

Am besten am Notausgang
Die Sitzreihen ganz vorne, hinter den Notausgängen und hinter den Toiletten beziehungsweise Trennwänden, sind die besten, also die First-Class-Sessel in der Touristenklasse. Auf diesen Sitzen haben Sie viel Beinfreiheit und keinen Vordermann, der seine Rückenlehne nach hinten stellen kann. Sämtliche Rückenlehnen der Plätze in der Reihe vor dem Notausgang sind nämlich nicht verstellbar. Vordere Sitzplatzreihen und Reihen vor Trennwänden werden meist an Eltern mit Kleinkindern vergeben.


Nackenrolle gegen steifen Hals im Flieger

Studien des europäischen Flugverkehrsverbandes zufolge nutzen mehr als die Hälfte aller Passagiere von Mittelstreckenflügen die Zeit im Flieger für ein kleines Nickerchen. Grund ist neben dem monotonen Turbinengeräusch auch der niedrige Kabinendruck, der sich einschläfernd auf das zentrale Nervensystem auswirkt.

Doch wer im Flieger einschläft, wacht meist mit unangenehmen Hals- und Gliederschmerzen auf. Um einen steifen Hals zu vermeiden, lohnt sich der Kauf einer sogenannten Nackenrolle. Der Kopf ruht dabei - egal in welcher Lage - auf einem Kissen, die Nackenmuskulatur kann so entspannen. Praktisch: Um Platz zu sparen, gibt es zahlreiche aufblasbare Modelle. Schon ab 2,50 Euro ist man in Supermärkten oder im Internet dabei. Einige Airlines bieten Nackenrollen auch in ihren Bordshops zum Verkauf an.

Durch das lange bewegungslose Sitzen können sich Blutgerinnsel in den Beinvenen bilden, was zu lebensbedrohlichen Embolien führen kann, einer sogenannten Reisethrombose. Zur Vorbeugung empfehlen Experten, im Flieger stets lockere Bekleidung und leichtes Schuhwerk zu tragen. Auf alkoholische Getränke sollte ebenfalls während des Fluges ganz verzichtet werden.

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