Strom sparen bei gestiegenen Preisen

29-07-2008  
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Da kommt der Strom her: Umspannwerk auf Mallorca.   Foto: DM

REDAKTION Mit dem 1. Juli hat sich für alle Stromkunden in Spanien einiges geändert. Die Strompreise sind um durchschnittlich 8,3 Prozent gestiegen. Seit Monatsbeginn gibt es auch denn sogenannten Nachtstromtarif nicht mehr, der jetzt durch einen veränderten Spartarif ersetzt worden ist. Außerdem gelten neue Tarife, die sich nun nach der Maximalleistung richten, die der Kunde auf den Balearen vom Stromerzeuger Gesa-Endesa zur Verfügung gestellt bekommt. Auch erhalten die Kunden künftig nicht mehr zwei-monatlich, sondern alle vier Wochen eine Rechnung. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema:

Was ist der Unterschied zwischen dem alten Nachtstromtarif und dem neuen Spartarif?

Die Niedrigpreisphase ist jetzt verlängert worden. Verbraucherverbände kritisieren, dass die Ersparnis nur noch 47 statt früher 55 Prozent des Standardpreises beträgt. Die Hochpreisphase ist dagegen um 32 Prozent teurer geworden.

Muss man den neuen Spartarif übernehmen?

Nein, doch gibt es laut Gesa kein günstigeres Angebot, wenn der meiste Strom in der Niedrigpreisphase verbraucht wird.

Erfordert der Wechsel Veränderungen an der Installation?
Im Moment noch nicht. Gesa wird sich mit den Kunden, die bisher den Nachstromtarif nutzten, in den nächsten Wochen in Verbindung setzen, um die Zähler neu einzustellen. Zusätzliche Kosten entstehen nur dann, wenn die Maximalleistung verändert wird.

Was muss ich tun, wenn ich bisher keinen Nachtstromtarif hatte, jetzt aber den Spartarif nutzen möchte?
Man sollte sich mit einem Elektriker in Verbindung setzen, der den Energiebedarf einschätzt und die notwendigen Änderungen am Zähler und der Sicherung (ICP) vornimmt. Dann wird der Stromversorger von der Maßnahme informiert. Er muss die neue Installation abnehmen und die Zähler einstellen. Einige Elektriker wie der Deutsche Uwe Remus aus Sencelles übernehmen jedoch die Abwicklung mit Gesa-Endesa. Der Stromversorger berechnet dafür nach eigenen Angaben 10 Euro.

Welche Tarife gibt es?
Bei einer Maximalleistung bis 2,5 Kilowatt (kW) werden pro Kilowattstunde 0,132171 Euro (punta, siehe Kasten) / 0,051890 Euro (valle) berechnet. Bei einer Maximalleistung bis 5 kW kostet die Kilowattstunde 0,135665 / 0,053261 Euro. Bei maximalen 10 kW zahlt der Verbraucher 0,138076 / 0,054208 Euro. Und bei einer Leistung von bis zu 15 kW fallen 0,142163 / 0,055812 Euro pro Kilowattstunde an.

Woher weiß der Kunde, welche Maximalleistung bei seiner Installation im Haus benötigt wird? ­
Diese Frage kann am besten der Elektriker beantworten, der anhand der elektrischen Ausstattung des Kunden eine Berechnung vornimmt.

Wie kann man vermeiden, dass der meiste Strom in der Hochpreisphase verbraucht wird?

Viele Geräte der neueren Generation sind programmierbar. Ansonsten können auch externe Zeitschaltuhren dazwischengeschaltet werden, die dafür sorgen, dass die Geräte ausschließlich zu günstigen Zeiten laufen.



Alter Nacht- und neuer Spartarif

Alter Nachtstromtarif: Die Hochpreisphase (Periodo Punta) betrug 16 Stunden, von 7 bis 23 Uhr im Winter und von 8 bis 24 Uhr im Sommer.
Die Niedrigpreisphase (Periodo Valle) galt acht Stunden, von 23 bis 7 Uhr im Winter und im Sommer von 24 bis 8 Uhr.

Neuer Spartarif: Die Hochpreisphase (Punta) beträgt nun 10 Stunden, von 12 bis 22 Uhr im Winter und von 13 bis 23 Uhr im Sommer. Die Niedrigpreisphase läuft jetzt 14 Stunden – von 22 bis 12 Uhr im Winter und 23 bis 13 Uhr im Winter (nur bis 15 kW).


Der Kühlschrank ist der größte Energiefresser

Im Haushalt wird viel Energie verbraucht, es lässt sich allerdings auch viel Energie einsparen.

Beleuchtung:
Bis zu 60 Euro spart eine Energiesparlampe im Vergleich zu einer herkömmlichen Glühbirne im Verlauf ihrer Lebensdauer. Leuchtstoffröhren halten zehnmal länger und verbrauchen weniger Energie als normale Lampen. Das Einsparpotenzial ist enorm, da 20 Prozent des Energieverbrauchs für die Beleuchtung aufgebracht werden.

Elektrogeräte:
Bei Haushaltsgeräten sollte schon beim Kauf auf den Energieverbrauch geachtet werden. Dabei gibt es Klassifizierungen von A (55 Prozent weniger als der durchschnittliche Verbrauch) bis G (25 Prozent über dem durchschnittlichen Verbrauch).

Die Spülmaschine ist ein großer Energieverbraucher im Haushalt. Gegenüber dem Spülen mit der Hand bringt sie jedoch eine Wassereinsparung von 40 Prozent.
Waschmaschinen neuer Generation verbrauchen 70 Prozent weniger Wasser und 24 Prozent weniger Energie. Generell sind Apparate mit der Öffnung vorne sparsamer als solche, bei denen sich die Klappe oben befindet.
Der Kühlschrank ist der größte Energiefresser und benötigt fast die Hälfte der Gesamtenergie aller Haushaltsgeräte. Es wird empfohlen, maßvoll zu kühlen. Jede Kühlstufe steigert den Energieverbrauch um fünf Prozent. Die Rückseite des Kühlschranks sollte sauber sein und luftig, nicht zu nah an einer Wärmequelle stehen. Ein schlechter Standort kann den Energieverbrauch um 15 Prozent steigern.

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