Wie man an die Steuernummer NIE kommt

24-02-2009  
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  	Ohne Schlangestehen geht es nicht: Meldestelle bei der Nationalpolizei.
Ohne Schlangestehen geht es nicht: Meldestelle bei der Nationalpolizei. 

Das erste Dokument, das sich jeder besorgen muss, der länger als drei Monate auf der Insel bleibt, ist die Número de Identidad de Extranjero (kurz NIE). Sie dient auch als Steuernummer. Ausgestellt wird sie neuerdings mit einem Meldeschein für Ausländer, der die frühere Tarjeta de Residencia ersetzt. Diese gilt zwar noch, wird aber nicht mehr ausgestellt.

Die Greencard muss für jeden Ausländer, der länger als drei Monate in Spanien wohnt, beantragt werden - auch für Kleinkinder. Den unhandlichen grünen Schein muss man nicht mit sich führen, braucht ihn aber zum Beispiel bei Vertragsabschlüssen. Beim Zahlen mit Kreditkarte oder als Ausweisdokument gegenüber der Polizei reichen Reisepass oder Personalausweis.

Das Antragsformular bekommen Sie bei der Ausländerbehörde der Nationalpolizei

Oficina de extranjero
in Palmas Industriegebiet Polígono de Levante
C/. Ciudad de Querétaro s/n

Sie können das Formular auch mit einem Klick auf folgenden Link herunterladen:
www.mir.es/SGACAVT/modelos/extranjeria/modelos_extranje/ex_16.pdf

Zusätzlich benötigen Sie das Bareinzahlungsformular für die Meldegebühr, das es nur direkt im Ausländeramt gibt. Mit diesem dreiseitigen (weiß, blau, gelben) Formular gehen Sie zur Bank und zahlen den Betrag von derzeit 10 Euro bar ein. Wer den Bareinzahlungsbeleg, den ausgefüllten Antrag mit Kopie und seinen Reisepass (oder Personalausweis) mit Kopie vorlegt, bekommt die NIE im Ausländeramt sofort ausgehändigt.

Wichtig: Die Beamten fragen meist, wie lange man vorhat, auf Mallorca zu bleiben. Wenn Sie darauf unbestimmt mit "drei, vier Monate" antworten, müssen Sie keine Anmeldung im Rathaus (Empadronamiento) vorlegen. Das ist ein Vorteil, wenn man noch keinen festen Wohnsitz auf Mallorca hat.


Die Beantragung der NIE-Nummer im MZ-Praxistest

Um 9 Uhr öffnet die Ausländerbehörde der Nationalpolizei. Den vorher im Internet heruntergeladenen und ausgedruckten Antrag auf Eintragung ins Ausländermelderegister halten wir bereits ausgefüllt und kopiert in den Händen. Außerdem: Reisepass samt Kopie, Geld, einen Kugelschreiber und - für alle Fälle - die Meldebescheinigung. Das Einzahlungsformular erhalten wir von einem freundlichen Zivilbeamten, der es draußen vor dem Zaun verteilt.

Bei der nächstgelegenen Filiale (siehe Karte) der Sparkasse Sa Nostra stehen wir zunächst vergebens an, denn Bareinzahlungen sind nur dienstags und donnerstags zwischen 8.30 und 10.30 Uhr möglich. Die Angestellten sind vom großen Andrang an Ausländern genervt. Das Gleiche - mit den gleichen Uhrzeiten - gilt für die schräg gegenüber gelegene Caixa-Filiale.

In der nächsten Geschäftsstelle, in der Calle Manacor, ist man freundlicher. Wir werden schnell bedient und dürfen einzahlen - inzwischen ist es kurz vor 10 Uhr. 10.07 Uhr: wieder vor dem Ausländeramt. Die Schlange ist länger geworden, und diesmal müssen wir uns anstellen. Um 10.27 Uhr erhalten wir ein Zettelchen mit der Nummer "B03" und dürfen ins Innere des Gebäudes.

Dort ist ein Wartesaal, eine Anzeigetafel zeigt die Zahl "85". Nach einer weiteren halben Stunde springt die Zahl von "99" auf "00" und dann bald auf "03" um. Der Beamte fordert der Reihe nach Reisepass mit Kopie, weißen Antrag mit Kopie und Bareinzahlungsbeleg. Er freut sich über die Meldebescheinigung, weil er dort alle wichtigen Angaben abschreiben kann. Um 11.20 Uhr drückt er uns die ersehnte Greencard - einen grünen Ausländer-Meldeschein im A4-Format - in die Hand.


Ortskunde: Hier finden Sie Behörde, Banken und Kopiergeschäfte


Die Ausländer-Meldebescheinigung beantragt man am linken Eingang, über dem das weiße Schild "Policía" steht.

Ein Schild am Zaun erklärt, wie man sich anzustellen hat: Wer nur die notwendigen Formulare abholen möchte (Solicitud de Certificado de registro como residente comunitario und Formulario para tasa) muss sich nicht an der langen Schlange links anstellen. Er wartet rechts vom Eingang und erhält dort die Formulare. Notfalls Polizisten fragen (sind meist freundlich).

Bevor man sich anstellt, muss man die Gebühr einzahlen. Die nächsten Bankfilialen (la Caixa und Sa Nostra) sind an der Kreuzung der Straßen Avda. México und C/. Manuel Azaña. Dort gelten für Bareinzahlungen aber die oben beschriebenen Zeiten (dienstags und donnerstags 8.30 bis 10.30 Uhr). Weitere Banken (BBVA und Sa Nostra) befinden sich zum Beispiel in der C/. Manacor, Ecke C/. Manuel Azaña).

Wer den Antrag vorher im Internet heruntergeladen hat, sollte ihn nach dem Ausfüllen gleich zusammen mit dem Reisepass (oder Personalausweis) kopieren. Wer den Antrag erst beim Ausländeramt geholt hat, muss ihn nach dem Ausfüllen kopieren. Der nächste Kopierer ist in dem Geschäft "Palma Placas" (C/. Manuel Azaña, 42, gegenüber der BP-Tankstelle) zu finden. Manchmal herrscht dort großer Andrang, denn alle meldewilligen Ausländer kopieren in diesem Laden. Ein paar Schritte weiter, neben dem Eroski-Laden, gibt es ebenfalls eine Kopiermöglichkeit, allerdings stehen auch dort viele Leute an und die Bedienung ist eher langsamer.

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