Selbst ist der Makler: Zur Miete auf Mallorca

17.09.2009 | 17:08
Die Seite www.segundamano.es bietet eine breite Auswahl an Mietwohnungen.
Die Seite www.segundamano.es bietet eine breite Auswahl an Mietwohnungen.

Wer auf Mallorca eine Mietwohnung sucht, kann auf mehrere Tageszeitungen und Anzeigenblätter zurückgreifen. Dort finden sich neben Angeboten von Maklern auch Wohnungen, die direkt vom Eigentümer angeboten werden. Der Bereich der „Alquileres" im Immobilienmarkt der Tagespresse Diario de Mallorca, Última Hora und El Mundo umfasst allerdings üblicherweise nur wenige Angebote. Bedeutend mehr Auswahl an Mietwohnungen und WG-Zimmern bieten die auf Mallorca kostenpflichtigen Anzeigenblätter Anunci@t und Venta y Cambio. Hilfreich ist natürlich auch ein Blick in den Anzeigenteil der Mallorca Zeitung. In letzter Zeit werden immer mehr Mietwohnungs-Anzeigen geschaltet. Viele Angebote, die auch auf der Internetseite www.mallorcazeitung.es veröffentlicht werden, kommen speziell den Wünschen deutscher Mallorca-Fans entgegen. So werden etwa viele Fincas oder auch Untermieten für wenige Monate angeboten. Beliebt bei der Suche im Netz sind folgende Seiten, fast alle Anzeigen enthalten Fotos.

www.segundamano.es:
Die solide gemachte Seite erscheint zwar etwas altmodisch, aber das Angebot ist breit gefächert. Praktisch ist die Funktion, schon bei der Suche zwischen Privateigentümern (particulares) und Agenturen (profesionales) unterscheiden zu können.

www.idealista.com:
Das modern wirkende Portal behauptet von sich, Spaniens führende Immobilienbörse zu sein. Tatsächlich überzeugt die Seite mit Übersichtlichkeit und Klarheit. Alle Basisdaten finden sich bereits in der Auflistung der ausgewählten Wohnungen. Darunter sind oft beliebte Adressen in Palmas Altstadt aufgeführt. Zu den Mallorca-Wohnungen gelangt man auch über www.viviendamallorca.es, dem Immobilien-Portal des „Diario de Mallorca".

www.fotocasa.es:
Auch auf dieser Seite finden sich zahlreiche Mietwohnungen auf Mallorca. Lust auf ein neues Zuhause macht das angestaubte Design des Portals allerdings wenig. Leider wird auch das Datum der Einstellung der Anzeige nicht angegeben, so dass unklar ist, wie alt die Angebote sind.

www.enalquiler.com:
Die Seite ermöglicht leider keine inselweite Suche. Entweder man sucht in einer speziellen Gemeinde oder balearenweit. Ansonsten sind alle wichtigen Funktionen vorhanden.

www.tucasa.com:
Hier kann bereits bei der Auswahl zwischen Langzeit- und Kurzzeitmiete unterschieden werden. Die Seite wartet mit zahlreichen Extras auf. Interessante Wohnungen können über ein Formular Bekannten empfohlen werden, und der Mietpreis kann schon online mit dem Eigentümer verhandelt werden. Die neuesten Angebote der eigenen, individuellen Suche kann man sich auch täglich per E-Mail schicken lassen.

www.nestoria.es:
Die Seite ist eine Art Meta-Suchmaschine für Wohnungen. Dort finden sich die Angebote von mehreren Immobilienportalen gesammelt.

http://mallorca.loquo.com:
Auf dieser Seite finden sich neben Wohnungen auch viele Angebote zu WG-Zimmern. Viele Anzeigen sind dort leider recht kurz gehalten. Sehr deutlich wird allerdings das Einstelldatum gemacht. Die neuesten Angebote erscheinen zuerst.

www.pisocompartido.com
:
Auf dem Portal werden vor allem freie WG-Zimmer angeboten. Im Gegensatz zu vergleichbaren deutschen Seiten fällt die Beschreibung von Zimmern recht knapp aus. Über die jeweiligen Mitbewohner wird kaum ein Wort verloren.

www.wg-gesucht.de:
Erstaunlich viele Angebote auf Mallorca verzeichnet das beliebte deutsche WG-Zimmer-Portal. Darunter sind viele Angebote mit deutschen Mitbewohnern.

Abgesehen von Internet und Zeitung empfiehlt sich bei der Wohnungssuche auf Mallorca auch immer der Blick nach oben – zu den „Se Alquila"-Schildern an den Gebäuden mit frei stehenden Wohnungen.


Mit Stadt und IBAVI wird es günstiger
Beliebt bei Wohnungssuchenden mit knappem Geldbeutel ist der kostenlose Vermittlungsservice „Palma Habitada" für Wohnungen im Stadtgebiet. Sowohl Mietern als auch Eigentümern bringt die städtische Behörde Vorteile. Dem Vermieter ist sowohl die Zahlung der Miete als auch die Rückgabe der Wohnung in einem guten Zustand garantiert. Dafür haftet die Stadt Palma. Für den Mieter fällt keine Vermittlungsgebühr an und er kann sich über eine Wohnung in ordentlichem Zustand mit einem günstigen Mietpreis freuen. „Wir schaffen es immer, einen Preis auszuhandeln, der etwas unter den marktüblichen Mieten liegt", sagt die zuständige Stadträtin Magdalena Palou.

Nutzen kann den Service jeder Bürger, der nachweislich seit mindestens einem halben Jahr in Palma lebt oder wegen eines neuen Arbeitsplatzes dorthin gezogen ist. Wer in die Liste bei „Palma Habitada" aufgenommen werden will, muss zudem regelmäßige Einkünfte nachweisen. Bei der Vermittlung der Wohnung achtet die Stadt auch darauf, dass die Miete nicht mehr als 35 Prozent der monatlichen Einnahmen ausmacht. Wird diese Grenze überschritten, hilft die Kommune mit Zuschusszahlungen aus.

Mit speziellen Sozialwohnungen verhilft die Stadt außerdem Menschen am Existenzminimum zu einem Dach über dem Kopf. Rund 450 Wohnungen sind derzeit zu geringen Mieten über die Kommune an Personen vermietet, deren monatliches Einkommen unter 500 Euro liegt. Weitere Wohnungen mit staatlich geförderten Mieten zwischen 210 und 490 Euro gibt es für junge Erwachsene, Senioren, Behinderte und Alleinerziehende. Vermittelt werden die Wohnungen vom „Patronato Municipal de la Vivienda". Die Chancen sind allerdings gering. „Die Nachfrage nach solchen Wohnungen ist sehr groß, wir arbeiten daran, den Bestand auszubauen", sagt Palou.

Deutlich mehr staatlich subventionierte Mietwohnungen als die Stadt vermittelt die balearische Wohnungsbehörde (IBAVI) – und das nicht nur in Palma, sondern inselweit. Die Verdienstgrenze ist relativ hoch, unterscheidet sich aber je nach Programm. Bewerben kann man sich entweder für eine neu gebaute Sozialwohnung, eine gebrauchte Sozialwohnung oder für Privatwohnungen, die über die Behörde zu einem günstigen Mietpreis vermittelt werden. Das IBAVI vergibt auch die Unterstützung der Zentralregierung von 210 Euro monatlich für junge Erwachsene zwischen 22 und 30 Jahren. Die Fördergelder für weitere Mietzuschüsse für Bürger mit geringem Einkommen sind laut Auskunft der Behörde momentan erschöpft. Ab wann die Hilfen, die 40 Prozent des Mietpreises umfassen, wieder vergeben werden können, ist noch unklar. Wer die Unterstützung von IBAVI in Anspruch nehmen will, sollte telefonisch einen persönlichen Termin vereinbaren.

Programa Palma Habitada
C/. Ferreria, 15, bajos 07002 Palma de Mallorca Tel.: 902-07 75 00 Internet: www.patronathabitatge.com

Patronato Municipal de la Vivienda
C/. Sant Andreu, 8, bajos 07002 Palma de Mallorca Tel.: 971-72 32 84

Institut Balear de l´Habitatge (IBAVI)

C/. de Manuel Azaña, 9 07006 Palma Tel.: 971-78 49 94 bzw. 900-70 00 03
E-Mail: ibavi@caib.es, Internet: http://ibavi.caib.es

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