Alba Torrens auf dem Marktplatz von Binissalem.
 00:00 In ihrem Heimatdorf Binissalem ist die hochgewachsene 19-Jährige schon ein Star. Alba Torrens, seit Frühjahr Basketball-Nationalspielerin und nominiert für die spanische Olympiamannschaft, gilt als erfolgreichste Sportlerin der 6.500-Seelen-Gemeinde bei Inca. Auf der Straße erkennt sie fast jeder.
Er lebe hoch: Trainer Luis Aragonés ist der neue Nationalheld.
 00:00 Einige Tage schien Madrid von seltsamen rot-gelb gekleideten Truppen von einem anderen Stern besetzt. Sie patrouillierten wie Soldaten durch die Straßen der spanischen Hauptstadt, stießen dabei Kampfschreie aus wie ýA por ellos, Olé!" (Auf sie los!). Sie füllten Tage und Nächte lang Kneipen und Gartenlokale und ließen von Zeit zu Zeit Spanien hochleben, wollten damit wohl andeuten, dass sie keineswegs von einem anderen Planeten kamen, sondern in der Mitte Spaniens beheimatet waren.
Der Held des Abends: Torwart Iker Casillas freut sich mit seinen Mannschaftskameraden.
 00:00 ýDer Fluch ist von uns genommen. Es wurde auch Zeit", sagte Spaniens König Juan Carlos I. nach dem Viertelfinalspiel Spaniens gegen Italien. Normalerweise war für Spanien bei den vergangenen Titelkämpfen spätestens im Viertelfinale Endstation. Das letzte Mal schaffte es die selección 1984 in Frankreich ins Halbfinale. Torwartheld Iker Casillas schrie seine Freude in den Wiener Nachthimmel und dankte Gott.
Olé, olé: Rafael Nadal nimmt die Glückwünsche der Zuschauer vor dem Rathaus entgegen.
 00:00 Unter sengender Sonne drängen sich fast 3.000 Menschen auf der kleinen Plaça de Convent, um ihren Helden zu sehen, der am späten Sonntagabend gegen den Schweizer Roger Federer das prestigeträchtigste Tennisturnier der Welt gewonnen hat. „We are the Champions" dröhnt es am Dienstag um 13.40 Uhr aus den am Rathaus-Balkon befestigten Boxen. Die Gemeinde hat ein überdimensionales Rafa-Poster mit der Aufschrift „Enhorabona Rafa. El millor impuls per a Manacor" (Herzlichen Glückwunsch, Rafa. Du bist die beste Werbung für Manacor) an das neue Rathaus gehängt und kostenlos T-Shirts mit dem Siegerfoto aus Wimbledon verteilt.
Auch dieses Jahr wird es wieder voll.
 13:30 Der Tui-Lauf findet am 19. Oktober zum fünften Mal in Palma statt. Veranstalter verzeichnet zehn Prozent mehr Anmeldungen
Jubelnde Deutsche im MegaPark.
 00:00 Immer wenn die deutsche Fußballnationalmannschaft bei einer Europameisterschaft ihr Auftaktspiel gewonnen hat, ist sie später Europameister geworden: 1972 beim 3:1 gegen England, 1980 beim 1:0 gegen die ČSSR und 1996 beim 2:0 gegen Tschechien. Entsprechend groß ist die Euphorie bei den Fans nach dem 2:0-Startsieg der Deutschen gegen Polen. An der Playa de Palma feierten hunderte Deutsche vor Großbildleinwänden und Flachbildschirmen. Die Promenade glich einer Fanmeile.
■ Gut drauf: Xavi Torres im Schwimmzentrum Son Hugo.
 00:00 Der Mann, der mit ungelenken und staksigen Schritten aus dem Schwimmzentrum Son Hugo zum Interview in die Cafeteria kommt, strahlt. "¡Hola! ¿Qué tal?" Die lange Jeans verdeckt seine Beinprothesen, an einem verkürzten Arm hängt ein Beutel mit Schwimmsachen. Xavi Torres ist mallorquinischer Ausnahmeschwimmer und Urgestein im spanischen Behindertensport.
Leute, kommt ins Stadion, massenweise: Jaume Capllonch ist Vorsitzender des Fanclub-Verbandes ýPenyas Mallorquinistas'.
 00:00 Das Geheimnis, warum ­Real Mallorca in der ersten spanischen Fußball-­Liga spielt, sind seine Fans. Einmal im Jahr pilgern sie zum Kloster Lluc, um bei der Insel­heiligen für den Klassenerhalt ihrer Mannschaft zu beten. „Danach gibt es Paella für alle", sagt Jaume Capllonch, der Vorsitzende des Fanclub-Verbandes Penyas ­Mallorquinistas. Zu ihm gehören rund ein Drittel aller 15.000 Mitglieder von Real Mallorca. Sie bilden das Rückgrat des Vereins. 
El Ponent bei einem seiner Spiele im vergangenen Jahr.
 10:27 Es ist kalt an diesem Januar­abend. Der Rasen leuchtet feucht im Flutlicht des Stadions Príncipes de España in Palmas Gewerbegebiet Polígono Son Castelló. Trotzdem schwitzen die Männer in ihren kurzen Hosen und Ringelstulpen. Die Kommandos von Trainer Sean Judkins sind kurz und hart. „Lauft!" Und schon fängt eine Gruppe gestandener Männer an, wild umherzurennen, sich anzurempeln, auf den Boden zu werfen, einen Liegestütz anzudeuten, aufzuspringen und weiterzurennen. Nach zehn Minuten sind sie über und über verdreckt - und hellauf begeistert. Das Rugbytraining, das hier dreimal in der Woche für zwei Stunden stattfindet, ist nichts für Zartbesaitete.
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