Wo bleiben die künftigen Nadals?

Spanien sorgt sich um Tennis-Nachwuchs

09-12-2009  
Das spanische Tennis-Nationalteam beim Empfang mit Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero (re.).
Das spanische Tennis-Nationalteam beim Empfang mit Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero (re.). Diario de Mallorca

REDAKTION Die Feier war noch nicht ganz zu Ende, da gab es bereits die ersten kritischen Töne. Der spanische Tennisverband sorgt sich nach dem vierten Gewinn des Davis Cups um die Zukunft. Denn der brillanten Generation um Rafael Nadal und David Ferrer, die die Tschechen im Finale von Barcelona am vergangenen Wochenende mit 5:0 geradezu deklassierte, folgt kaum Nachwuchs, der irgendwann einmal die spanische Dominanz aufrechterhalten könnte.

„Wir haben niemanden im Alter zwischen 17 und 23 Jahren, der das Zeug dazu hätte, in der Weltspitze zu bestehen", meint beispielsweise Antonio Cascales, der Betreuer von Juan Carlos Ferrer. „Ausgerechnet die beste Generation, die das spanische Tennis jemals hervorgebracht hat, findet keine Nachfolger", klagt auch die Tageszeitung „El País". Und der ehemalige Davis-Cup-Kapitän Emilio Sánchez Vicario erhob in einer Kolumne in der Tageszeitung „El Mundo" mahnend den Zeigefinger: „Wenn wir nicht bald etwas tun, drohen wir eines Tages in der Versenkung zu verschwinden, wie so viele ehemalige Tennis-Nationen vor uns."

Als Sánchez Vicario Ende der 90er seine Karriere beendete, trat Sergi Bruguera in seine Fußstapfen. Ihm folgte die sogenannte Bimbo-Generation mit Àlex Corretja und dem Mallorquiner Carlos Moyà, die im Jahr 2000 den Davis Cup erstmals nach Spanien holte. Danach kam die Zeit von Juan Carlos Ferrero, dem zweiten Spanier, der nach Moyà, wenngleich nur für ein paar Wochen, die Nummer eins der Weltrangliste belegte. Dieser wiederum wurde von Rafael Nadal abgelöst, dem nun mit 23 Jahren jüngsten Spieler im Davis-Cup-Team. In den vergangenen zehn Jahren hatte keine Nation so viele Spieler unter den ersten 100 der Weltrangliste wie Spanien. „Um den Einbruch aufzuhalten, ist es fast schon zu spät", sagt Sánchez Vicario. Denn um eine Generation aufzubauen, brauche man wenigstens zehn Jahre.

Einer der Gründe für die Probleme im Nachwuchsbereich seien finanzieller Natur. Die Ausbildung eines Nachwuchsspielers, der auf nationalem Niveau mithalten könne, kostet nach Angaben von „El País" bis zu 80.000 Euro pro Jahr.

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