Dortmund flirtet mit Real Mallorcas Ramis

Späher des Bundesligisten im Stadion Son Moix entdeckt. Angeblich liegt schon ein Angebot für den Verteidiger aus Sa Pobla vor

24-04-2010  
Ivan Ramis (li.) könnte in der kommenden Saison die Abwehr von Borussia Dortmund verstärken
Ivan Ramis (li.) könnte in der kommenden Saison die Abwehr von Borussia Dortmund verstärken DM

REDAKTION Bei Real Mallorca ist Ivan Ramis in einer besonderen Rolle. Nicht nur, dass er zu den wenigen Eigengewächsen zählt, die den Sprung vom Amateur- in den Profibereich geschafft haben. Mittlerweile gehört der Mann aus Sa Pobla zu den tragenden Stützen in Real Mallorcas Abwehr. Dass ist auch den vielen ausländischen Clubs nicht verborgen geblieben, die sich schon jetzt nach dem Personal für die kommende Saison umsehen. Vor einigen Wochen waren bereits Abgesandte des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund unter den Zuschauern im Stadion Son Moix gesichtet worden.

Das Internetportal „goal.com“ will jetzt auch „exklusiv“ den Grund dafür erfahren haben: Sie sollen es auf Ivan Ramis abgesehen haben. Dortmund, so schreibt das Portal, solle bereit sein, rund sechs Millionen Euro für den Mallorquiner zu bezahlen. Gegenüber der MZ bestritt ein Sprecher der Westfalen etwaige Verkaufsverhandlungen. Auch bei Real Mallorca wollte man den angekündigten Wechsel von Ramis nach Deutschland nicht kommentieren. Doch dass der 24-Jährige zu Saisonende den Verein verlassen wird, zeichnet sich ab. Sechs Millionen – sollte Mallorca die Summe denn wirklich erzielen – ist viel Geld für einen Verteidiger.

Angesichts der drückenden Schuldenlast von knapp 50 Millionen Euro wollte Real Mallorca Ramis bereits in der Winterpause an den schottischen Erstligisten Celtic Glasgow verkaufen. Doch die Verhandlungen scheiterten in letzter Minute an den überzogenen Forderungen von Ramis‘ Repräsentanten, der rund eine Million Euro vom Verkaufserlös aufs eigene Konto leiten wollte. Die Endsumme von sechs Millionen Euro war den Schotten dann zu hoch. Real Mallorca muss am Ende der Saison eine ganze Reihe guter Spieler verkaufen. Dies hat Eigner Mateu Alemany, der bei seinen Gläubigern noch einmal einen Zahlungsaufschub erhalten hat, bereits angekündigt.

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