´Laudrup ist genau der Richtige´

Real Mallorcas Kapitän Pep Martí Soler vor dem Spiel gegen den FC Sevilla über seinen Ex-Club und das Trainerduell mit Manzano

07-04-2011  
Ein Bild aus gemeinsamen Tagen: Martí (li.) mit Gregorio Manzano
Ein Bild aus gemeinsamen Tagen: Martí (li.) mit Gregorio Manzano Foto: Shimada

JOHANNES KRAYER José Luis (Pep) Martí Soler kennt das Fußballgeschäft. Kein Wunder, seit 16 Jahren ist der 35-jährige Defensivspieler von Real Mallorca Profi. Da weiß er auch genau, was er sagen darf und was besser nicht.

Den Abgang des ehemaligen Real-Mallorca-Trainers Gregorio Manzano zum FC Sevilla zum Beispiel vor dieser Saison kommentiert er lieber nicht. Manzano war auf der Insel unter anderem deswegen umstritten, weil er kaum Nachwuchsspieler einsetzte. Jetzt trifft Mallorca mit dem neuen Trainer Michael Laudrup am Samstag (9.4.) um 22 Uhr wieder auf den FC Sevilla. Im Hinspiel haben die Inselkicker die Andalusier schon mächtig geärgert und mit einem 2:1-Sieg alle drei Punkte mitgenommen.

Martí hatte mit Manzano keine Probleme. Er hatte seinen Stammplatz sicher und musste sich nicht Woche für Woche in den Fokus des Übungsleiters spielen. Für den Mann aus Sa Pobla hat sich nicht viel geändert. Bei Laudrup ist er in der Abwehr genauso gesetzt. Warum Manzano die jungen Spieler kaum eingesetzt hat? „Da müssten Sie ihn selbst fragen. Jeder Trainer hat seine Gründe, warum welcher Spieler auf dem Platz steht", sagt er.

Richtig traurig waren insbesondere die jungen Spieler nicht, als Manzano von der Insel ging. Unter dem jetzigen Trainer Michael Laudrup blühen einige von ihnen regelrecht auf. Natürlich hat auch der deutlich geringere Etat mit dem Kurswechsel zu tun. Laudrup machte aus der Not eine Tugend und setzte auf die Jugend.

„Er ist genau im richtigen Moment hergekommen und hilft mit seiner bescheidenen Art den jungen Spielern, auf dem Boden zu bleiben. Wir alle im Verein sind sehr glücklich mit diesem Trainer", sagt Martí. Laudrup habe Manzano regelrecht ­vergessen lassen.

Die Begegnung gegen den FC Sevilla ist für Martí nicht nur wegen Manzano ein besonderes Spiel. Fünf Jahre lang spielte er selbst bei den Andalu­siern; er hat dort noch viele Freunde. Eine besondere Motivation gegen den alten Trainer kann Martí in der Mannschaft nicht feststellen, auch nicht bei den jungen Wilden. „Wir sind in jeder Begegnung hoch motiviert", lässt er wissen.

In der Printausgabe vom 7. April (Nummer 570) lesen Sie außerdem:
- Radsport: Hochbetrieb in der Insel-Radszene
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