Weltumsegler Sansó südlich der Azoren gekentert

Der Deutsch-Mallorquiner wurde in der Nacht zum Montag (4.2.) in einem Helikopter auf die Insel Terceira gebracht

07.02.2013 | 16:37
Javier "Bubi" Sansó blickt dem Ende seiner Weltumseglung entgegen.
Javier "Bubi" Sansó blickt dem Ende seiner Weltumseglung entgegen.

Große Enttäuschung für Javier "Bubi" Sansó: Auf der Zielgeraden der "Vendée Globe" ist der deutsch-mallorquinischen Weltumsegler mit seiner Yacht "Acciona 100%EcoPowered" am Sonntagmittag (3.2.) bei moderaten Winden um 15 Knoten gekentert. Stunden später konnte ihn ein Suchflugzeug 670 Kilometer südlich der Azoren und 900 Kilometer westlich von Madeira in seiner Rettungsinsel aufspüren. In der Nacht zum Montag barg ihn ein Helikopter und brachte ihn zur Azoren-Insel Terceira. Auf der dortigen Militärbasis wurde Sansó inzwischen von Ärzten untersucht.

Sansó hatte rechtzeitig einen Notruf absetzen können. Als er gesichtet wurde, hielt er Fackeln in seinen Händen und machte Handzeichen. Bis zur Beendigung des Wettbewerbs in Les Sables-d'Olonne an der französischen Atlantikküste fehlten ihm nur fünf Tage.

Von den ursprünglich 20 gestarteten Booten sind nur noch elf im Rennen. Drei von ihnen haben das Ziel bereits erreicht. Sieger François Gabart aus Frankreich hatte mit 78 Tagen, zwei Stunden, 16 Minuten und 40 Sekunden am 27. Januar einen Weltrekord aufgestellt.

Sansó ist der einzige Spanier, der an der "Vendée Globe" – einer Weltumseglung ohne Zwischenstationen und ohne Mitfahrer – teilnahm. Er war zum zweiten Mal seit 2001 dabei. Auch damals konnte er den Wettbewerb nicht beenden.

Sansó war insgesamt 80 Tage auf den Weltmeeren unterwegs. In einem Interview mit der MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca" hatte er in der vergangenen Woche gesagt, dass es ihm nichts ausmache, über die ganze Zeit alleine gewesen zu sein. "Der Wettkampf verlangt von dir, dass du ständig zu hundert Prozent konzentriert bist. Da hast du keine Zeit, dich einsam zu fühlen."

Mit der "Acciona 100%EcoPowered" – dem erstem Schiff dieser Art, das keinen Tropfen Diesel verbraucht – hatte Sansó vor der Kenterung bereits mehrere kritische Situationen überstanden. Einmal riss ihm der Sturm ein Stück des Mastes ab, ein andermal verlor er ein Teil seines Steuerruders. Auch zehn bis zwölf Meter hohe Wellen hatte er mit seinem nur zwölf Meter langen Boot überwunden. Drei Jahre hatte sich Sansó auf das Abenteuer vorbereitet.

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