Real Mallorca versinkt in tiefer sportlicher Krise

Der Inselclub unterlag am Sonntagnachmittag (17.1.) daheim gegen Valladolid mit 0:1 und bleibt auf einem Abstiegsplatz hängen

17.01.2016 | 19:20
Auch Damiá Sabater konnte dem Spiel nicht seinen Stempel aufdrücken.

Null Punkte aus zwei Spielen: Das ist die trostlose Bilanz der neuen Eigentümer des Fußball-Zweitligisten Real Mallorca um den NBA-Investor Robert Sarver. Lief es zuvor schon schlecht, klappt seit der Machtübernahme des US-Bankers beim inselclub überhaupt nichts mehr. Es ist ja nicht so, dass Real Mallorca in der Begegnung gegen Valladolid am Sonntagnachmittag (17.1.) chancenlos oder dem Gegner deutlich unterlegen wäre. Aber es fehlt einfach ein Mann in der Offensive, der solche Spiele dann entscheidet.

Die Partie begann vielversprechen, wie schon oft in dieser Saison: Real Mallorca schien das Spiel bereits in der ersten halben Stunde entscheiden zu wollen, das Team von Trainer Pepe Gálvez legte los wie die Feuerwehr. Mehrmals kamen die Hausherren gefährlich vor das Tor von Gästekeeper Kepa. Brandon, Yuste und Fofo hatten die Führung auf dem Fuß, brachten den Ball aber auch aus aussichtsreicher Position nicht im Tor unter. Coro traf in der 27. Minute bei der besten Chance nur die Latte. Valladolid kam nur sporadisch vor den Kasten der Inselkicker, Timon Wellenreuther verlebte eine ruhige erste Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich an der Gesamtsituation wenig. Real Mallorca bestimmte weiterhin das Geschehen auf dem Platz, kam zu Chancen, nutzte sie aber nicht. Die Zuschauer hatten das Gefühl, die Gastgeber wollten den Ball ins gegnerische Tor tragen. Pol Roigé, der unter der Woche neu gekommene Stürmer aus Sabadell hatte in der 62. Minute die beste Möglichkeit nach einem Zuspiel von Brandon. Der Ball ging Zentimeter am Tor vorbei. 16 Schüsse aufs gegnerische Tor brachten die Gastgeber zustande, Valladolid nur acht. Doch zwei davon waren in den letzten zehn Spielminuten drin. Ein Treffer in der 81. Minute wurde aufgrund einer Abseitsstellung aberkannt, doch zwei Minuten vor Schluss netzte Juan Villar aus kurzer Distanz ein.

Mit dem Schlusspfiff machte sich Ratlosigkeit im gut besetzten Stadion von Son Moix breit. Es gab nicht einmal ein richtiges Pfeifkonzert, Trainer Gálvez beklagte nach der Partie zum wiederholten Mal die verpassten Torchancen und hatte außer Durchhalteparolen nicht viel parat. Ob er die nächste Partie am kommenden Samstag (24.1.) daheim gegen Alcorcón noch auf der Bank mit erleben darf, wird sich unter der Woche entscheiden. Real Mallorca auf jeden Fall ist vorerst im Tabellenkeller gefangen. 20 Punkte aus 21 Partien sind eine dürftige Bilanz.

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