Mallorcas Vereine, Teil 8: Tennis

Vom vierjährigen Knirps bis zum Giganten Rafael Nadal: In Sachen Tennis bietet Mallorca ideale Bedingungen

11.02.2016 | 10:29
Als Freizeit- und Leistungssport immer beliebt: Tennis.

Mallorca macht beim Tennis keiner so leicht etwas vor. Zumindest in den vergangenen Jahren konnte die Insel dank Spielern wie Rafa Nadal, Carles Moyà oder Spanienmeister Jaume Antoni Munar sehr stolz auf ihre Söhne mit Schläger und kurzen Hosen sein.

70 Clubs sind im Balearischen Tennisverband FTIB eingetragen. Sie betreiben an die 400 Plätze. Zudem gibt es 150 Hotels mit ­Tennisplätzen auf ihren Anlagen. „Ingesamt kommen wir also etwa auf 1.000 Tennisplätze", schätzt Tolo Camps vom Verband. Etwa 3.000 Spieler auf Mallorca seien als Aktive beim FTIB registriert. Hinzu kämen noch viele nicht gemeldete Freizeitsportler.

Für anspruchsvollere Amateursportler hat in Palma vergangenes Jahr der neu hergerichtete Palma Sport & Tennis Club eröffnet. Der Legend´s Cup zur Premiere soll 2016 zum zweiten Mal ausgetragen werden. Überhaupt soll Mallorca für den professionellen Tennis noch interessanter werden. In Manacor eröffnet voraussichtlich im Herbst die Rafa Nadal Academy für den Nachwuchs, und in Santa Ponça steigt vom 13. bis 19. Juni dieses Jahres auf Rasenplätzen erstmals ein Damenturnier der WTA.

Der Nachwuchs
Kinder beginnen schon mit vier oder fünf Jahren mit Anfängerkursen. Praktisch alle Clubs der Insel betreiben eine solche Nachwuchsschule. Ab sechs Jahren werden erste Spiele ausgetragen. Mit acht Jahren kann man sich in der Kategorie benjamín als Verbandsspieler eintragen lassen. Und davon gibt es reichlich: Laut Tolo Camps spielen 2.000 Kinder und Jugendliche auf Mallorca Tennis im Verein.

Die Turniere
Alle Clubs organisieren das Jahr über Turniere. Dort werden Punkte gesammelt, um in eine höhere Kategorie aufzusteigen. Gibt es eine hohe Nachfrage für ein Turnier, kann ein gewisses Kontingent an Startplätzen in einer Vorrunde ausgespielt werden. Im Winter werden die Turniere an Wochenenden ausgetragen. Üblicherweise spielt man ein Spiel pro Wochenende. Die verschiedenen Runden werden auf mehrere Wochen verteilt. Der Sommer ist dabei eher Turnieren vorbehalten, die durchgehend ausgetragen werden, sodass man im Erfolgsfall jeden Tag spielt. Zudem organisiert der Verband jährlich Turniere, bei denen die stärksten Spieler der ­einzelnen Inseln sowie ein Gesamtbalearen­meister in den verschiedenen Kategorien ermittelt wird. Zu den Wettbewerben auf regionaler Ebene kommen bei entsprechender Qualifikation Turniere auf ­landesweiter Ebene hinzu.

Die Senioren
In die Seniorenkategorie, veteranos genannt, kommt man bereits mit 35 Jahren. Da Tennis ein Sport ist, den man sein ­ganzen Leben lang spielen kann, sind die ältesten Spieler, die noch vom Verband organisierte Turniere austragen, weit über 80. Ein jährliches Event ist das im Oktober in Font de Sa Cala in der Gemeinde Capdepera stattfindende Mallorca Seniors Open. „Da schlagen an 15 Turniertagen an die 800 Spieler in den verschiedenen Kategorien auf", berichtet Camps.

Tennis in der Freizeit
Tennis an sich ist als Individualsport leicht zu organisieren. Man braucht einen Platz, das Spielgerät und einen Partner. Deshalb lässt sich der Sport auch abseits eines strukturierten Vereinslebens gut ausüben. Tennisplätze kann man bei den Clubs leicht buchen. Die Stunde auf einem Sandplatz kostet etwa 14-17 Euro. Hinzu kommen die Hotels, bei denen diese Option ebenfalls besteht. Zudem gibt es zahlreiche Veranstalter von Sportreisen mit Tennis-Trainingscamps. Die Woche kostet ab ­480 Euro.

Die Kosten
Tennis in einem Verein zu spielen, kann je nach Club und persönlichem Einsatz sehr unterschiedliche Kosten mit sich bringen. Als Ausstattung bedarf es nur der Sportkleidung und eines Schlägers – aber die können es durchaus in sich haben. Die Mitgliedschaft im Verband kostet 20 Euro im Jahr und beinhaltet eine Versicherung. Die Mitgliedschaft in einem Verein schlägt mit 20 bis 120 Euro im Monat zu Buche. Hinzu kommen Kosten für den Trainer, die bei Gruppentraining ab 30 Euro im Monat betragen. Die Start­gebühren für ein Turnier beginnen bei zehn Euro.

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