Palma de Mallorca Marathon: "Diesmal wird alles besser"

Der Lauf-Event startet am Wochenende zum zweiten Mal ohne Tui als Sponsor – man gelobt, die Mängel des ersten Anlaufs zu beheben

14.10.2016 | 18:23
Die schöne Kulisse als Standortvorteil: Teilnehmer beim letztjährigen Marathon.

Das Marathon-Wochenende

  • Bereits am Samstag (15.10.) findet um 17 Uhr der Kids Run für Kinder zwischen zwei und zwölf Jahren statt; die kostenlose Online-Einschreibung ist Mittwochnacht geendet. Die Startnummer können Freitag oder Samstag bis 15 Uhr im Parc de la Mar abgeholt werden. Die Eltern dürfen die 600 Meter gemeinsam mit den ganz Kleinen laufen. Die größeren laufen 1.200 Meter.
  • Am Samstag holen sich auch die Marathonteilnehmer ihre Nummern ab und können sich von 13 bis 16 Uhr auf der Pastaparty vergnügen.
  • Am Sonntag (16.10.) starten um 9 Uhr der Marathon und der Halbmarathon im Parc de la Mar. Die Läufer über zehn Kilometer müssen sich bis 9.40 Uhr gedulden.
  • Gegen 11.40 Uhr können die Zuschauer dem Sieger der Marathonstrecke zujubeln. Die Siegerehrung erfolgt gegen 13 Uhr. Spätestens 15 Uhr müssen alle Athleten im Ziel eingetroffen sein.
  • Am Abend folgt ab 19 Uhr die Finisher-Party im MegaPark. Mit Medaille erhalten die Läufer gratis ein Bier und einen Hotdog.

Leere Wasserbecher, lange Schlangen zum Anstehen, zu wenig Medaillen und nicht einmal Sicherheitsnadeln, um die Startnummer anzupinnen. Die Liste der Beschwerden über den Palma de Mallorca Marathon war im vergangenen Jahr lang. „Dieses Mal wird alles besser!", sagt David Thompson über den Lauf in Palma am Sonntag (16.10.). Als Mitinhaber der Veranstaltungs­firma Kumulus ist er für das Rennen als Direktor verantwortlich. Bereits den Ironman in Alcúdia hat sein Unternehmen vor wenigen Wochen erfolgreich geleitet.

Als Nachfolger der Tui-Gruppe tritt Kumulus ein schweres Erbe an. Der Touristikkonzern hatte zuletzt vor zwei Jahren als Namensgeber und Hauptsponsor des Marathons fungiert und die Organisation verantwortet. Erst im Januar 2015 erhielt Thompson den Zuschlag zur Weiterführung des Rennens in Palma. „Da blieb wenig Zeit, um Sponsoren zu suchen und die Organisation zu bewältigen."

Also übernahm Kumulus, trotz geringeren Budgets, größtenteils die bewährten Abläufe. Die Startnummern wurden noch in Residenten und Athleten von außerhalb unterteilt. Zudem lief die komplette Einschreibung per Hand ab. Eine lange Warteschlange am Zelt war die Folge. „Seit dem vergangenen Marathon haben wir auf das diesjährige Event hingearbeitet und die Abläufe verbessert", sagt Thompson. „Wir haben mehr Geld eintreiben können, stellen mehr Zelte auf und haben die Einschreibung auf ein einfaches elektronisches System umgestellt."

Finanziert wird der Lauf von der Einschreibungsgebühr (bis zu 100 Euro für den Marathon) und von vielen kleineren Sponsoren. „Es wäre dennoch schön, wenn uns in Zukunft wieder ein großes Unternehmen unterstützt", sagt Pressesprecher Dani Quintero. Er strebt an, den Palma de Mallorca Marathon in den kommenden Jahren wieder zu einer internationalen Marke zu machen.

Mit dem neuen Einschreibungssystem sähen sich die Organisatoren gerüstet für eine steigende Zahl an Teilnehmern. „Wir erwarten einen Zuwachs um 15 Prozent", sagt Thompson. 7.260 Sportler gingen vergangenes Jahr über die halbe oder volle Marathondistanz an den Start. Hinzu kommen 2.000 Kinder beim Kids Run am Tag zuvor.

„Anderthalb Wochen vor dem Start stehen wir schon bei 7.000 Einschreibungen", sagt Sandra Hummell, die im Büro die Anmeldungen überwacht. Die Veranstalter­ hoffen, mit Groß und Klein die 10.000er-Marke zu knacken. Erfahrungsgemäß kommen am Wettkampftag noch zahlreiche Residenten und Touristen hinzu, die sich auf den letzten Drücker zur Teilnahme entscheiden. Auch der Sieger des Marathons 2015, Manuel Wyss aus der Schweiz, hatte sich spontan während des Urlaubes für das Rennen angemeldet.

Der Lauf ist zwar in das internationale Marathonregister eingetragen, dennoch fehlen die professionellen Sportler. „Wenn wir Profis bei einem Rennen wollen, dann müssen wir dafür eine Antrittsgebühr zahlen. Das ist es uns nicht wert", sagt Thompson. Auch Preisgeld gibt es keines zu gewinnen.

Wieder dabei sind die besten mallorquinischen Athleten des Vorjahres: Tolo Fiol (Dritter bei den Männern) und Sebastiana Llabrés (Siegerin). Llabrés hat sich jedoch noch nicht entschieden, ob sie über die ganze oder die halbe Distanz antritt.

So bleibt der Palma de Mallorca Marathon ein Volkslauf, der von der schönen Kulisse der Stadt am Meer profitiert. Um den Park unterhalb der Kathedrale wird das große Basislager aufgeschlagen. Hier befinden sich nicht nur der Start- und Zielbereich, sondern auch die üblichen Verpflegungsstationen und verschiedene Stände, die Sportartikel anbieten.

Über die Rennstrecke verteilt gibt es einzelne Bühnen. So soll unter anderen am Paseo Marítimo, der Plaça Major und vor dem Corte Inglés das Publikum mit DJ und Animation unterhalten werden. Von dem Rahmenprogramm sollen auch die mitgereisten Begleiter und Familien etwas haben.

„Wir haben aus den kleinen Fehlern im vergangenen Jahr gelernt", blickt Rennleiter Thompson optimistisch auf das Wochenende. Der Teilnehmerbeutel wird dieses Jahr Sicherheitsnadeln für die Startnummern enthalten, und um die Medaillen kümmert sich ein neuer Lieferant. Dieses Mal soll es schließlich keinen Engpass bei den Ehrungen geben.

Weitere Infos unter: www.palmademallorcamarathon.com

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