Malik Fathi spricht über die Krise bei Atlético Baleares

Der ehemalige deutsche Nationalspieler sieht sein Team in einem negativen Kreislauf

15.12.2017 | 01:00
Malik Fathi steckt mit Atlético Baleares in der Krise.

88 Minuten lang sah es so aus, als ob Atlético Baleares den ersten Heimsieg in dieser Saison holen würde. Doch bei der Partie am Sonntag (10.12.) im Stadion von Son Malferit gegen Cornellà hat Enric Gallego – mit aktuell
18 Treffern der Toptorjäger der dritten Liga – mit zwei späten Toren das Spiel im Alleingang gedreht. Seit acht Spielen wartet Atlético Baleares nun auf einen Sieg. Die MZ hat vor dem Hinrundenabschluss auswärts gegen CD Ebro am Sonntag (17.12.) mit dem ehemaligen deutschen Nationalspieler Malik Fathi über die Krise gesprochen.

Nach der Pleite in der letzten Minute könnte die Stimmung kaum schlechter sein, oder?
Es war ein Rückschlag. Situationsbedingt wäre ein Sieg sehr wichtig gewesen. Es ist heftig, binnen vier Minuten von Euphorie zu Frustration zu wechseln.

Was sind die Gründe für die Krise?
Das sind viele verschiedene. Es hat etwas das Glück gefehlt, und wir haben auf dem Platz die falschen Entscheidungen getroffen: zum Beispiel den Torabschluss zu suchen, statt den Ball zu passen. Jetzt gerade ist es auch eine Kopfsache.

Das Team wartet auf den ersten Heimsieg. Sonst war der kleine Kunstrasenplatz immer ein Vorteil für den Club.
Wir standen oftmals kurz davor. Da geht es einmal schief, noch einmal – irgendwann ist man dann in dem negativen Kreislauf drin.

15 Tore in 18 Spielen: Es hakt in der Offensive.
Da müssen wir mehr machen. Das betrifft nicht nur die Stürmer, sondern die ganze Mannschaft. Wir haben noch viel Luft nach oben.

Auf der anderen Seite herrscht Rotation im Tor. Verunsichern die häufigen Torwartwechsel das Team?
Ich denke nicht, dass das einen großen Einfluss auf das Team hat.

Seit zwei Spielen ist Horacio Melgarejo neuer Coach. Der Effekt des Trainerwechsels ist ziemlich verpufft.
Das stimmt. Horacio macht seine Sache aber gut und wird von der Mannschaft akzeptiert. Er hat neuen Schwung in das Team gebracht. Das konnte man auch am Sonntag sehen.

Melgarejo ist bei seinem Debüt auf die Tribüne verbannt worden. Dieses Schicksal haben auch seine Vorgänger häufig geteilt. Herrscht eine aggressive Grundstimmung im Club?
Ich weiß nicht, was da immer gesagt wird oder wie das der Schiedsrichter interpretiert. Aber das müssen wir unbedingt einstellen.

Wenn man die Sperren von Ex-Coach de la Morena und Melgarejo zusammenrechnet, ist das Team sechs Spiele ohne Trainer. Merkt man das als Spieler auf dem Platz?
Man bekommt es mit. Aber auch da gilt: Wenn wir die Spiele gewinnen, kräht da kein Hahn nach. Das sind alles kleine Dinge, die sich in einer Krise zu einer großen Angelegenheit aufbauschen.

Wie will die Mannschaft zurück in die Erfolgsspur finden?
Das geht nur über Arbeit. Emotionen sind da fehl am Platz. Wir müssen die Negativerlebnisse ausblenden. Das fällt einigen schwer, aber anders geht es nicht. Ich versuche das mit meiner Erfahrung im Training den anderen vorzuleben.

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