Ab zum Doktor für den Checkup!

22-05-2008  
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Auch gesunde Hunde sollten dann und wann zum Tierarzt.  Foto: DM

Haustiere müssen in regelmäßigen Abständen medizinisch untersucht werden

MICHAEL PIRRON Vorsorgeuntersuchungen und medizinische Checkups sind in der Humanmedizin ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsversorgung. In der Tiermedizin sind diese vorbeugenden Untersuchungen nicht die Regel. Dabei wäre gerade die Tatsache, dass Tiere ein leichtes Schwäche­gefühl, eine kleine Übelkeit oder gelegentliche Stechen in der Brustgegend nicht mitteilen können, Grund genug, um öfter mal beim Tierarzt vorbeizuschauen.

Bei der jährlich stattfindenden Impfung führt der Tierarzt eine allgemeine Untersuchung der Haut, der Augen und Ohren sowie des Kreislaufes durch. Even­tuellen Auffälligkeiten wird dann gezielt nachgegangen. Neben diesem „Mini-Checkup“ und der Impfung gehört auch die regelmäßige Entwurmung und der Schutz vor Ektoparasiten (Flöhe und Zecken) zur Gesundheitsversorgung des Tieres.

Ab einem fortgeschrittenen Alter sollten regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen erwogen werden. Bei einer Blutuntersuchung kann mit bestimmten Untersuchungsprofilen die Leistungsfähigkeit der Organe oder gar Schädigungen sowie Erkrankungen festgestellt werden. Bei diesen Profilen handelt es sich um Kombinationen unterschiedlicher Parameter, die je nach Art und Alter des Tieres ausgewählt werden.

Mit nur ein paar Tropfen Blut kann man sich ein aufschlussreiches Bild über den körperlichen Zustand machen. Die wichtigsten Untersuchungen können in der Regel in der Tierarztpraxis selbst vorgenommen werden, und die Ergebnisse stehen binnen weniger Stunden zur Verfügung. Weitergehende Untersuchungen müssen von Speziallaboren vorgenommen werden. Nicht selten werden hierbei Probleme schon im Ansatz erkannt und können durch eine gezielte Therapie behandelt werden. Manchmal weist eine solche Untersuchung auch auf Organschwächen hin, die durch entsprechende Nahrung, spezielle Futtermittel oder auch nur eine angepasste Ernährung ausgeglichen werden können. Wenn solche Schäden nicht oder zu spät erkannt werden, kann es zu weiteren Organschädigungen kommen.

Mindestens so wichtig wie die tierärztliche Untersuchung ist das aufmerksame Beobachten des Tieres im Alltag. Ist ein älteres Tier zum Beispiel besonders ruhig und zeigt eine abnehmende Bewegungslust oder wird schnell müde, kann dies ein Zeichen einer Herz-Kreislaufschwäche sein, die beim Tierarzt durch eine eingehende Untersuchung oder mit Hilfe eines EKGs untersucht werden kann. Ein ständig praller Bauch, Kot- oder Harnabsatzbeschwerden können der Anlass für eine Ultraschall­untersuchung sein.

Oft sind die auftretenden Schwächen und Schäden der Organe wegen ihres schleichenden Verlaufes in ihren Konsequenzen für den Tierhalter gar nicht zu erkennen. Nach einer erfolgreichen Behandlung allerdings ist dann die Verbesserung des Allgemeinzustandes und die größere Lebhaftigkeit um so erfreulicher.

Neben der Vorsorgeunter­suchung gibt es auch Probleme, die besonders bei auf Mallorca ­lebenden Tiere auftreten. Hier sind die Zecken oder die von Stechmücken übertragene Krankheiten wie Leishmaniose zu nennen. Vor dieser Krankheit gibt es keinen zuverlässigen Schutz. Deshalb ist es sinnvoll, die Tiere, die hier den Sommer verbracht haben, im Herbst auf eine eventuell stattgefundene Infektion zu untersuchen. So kann gegebenenfalls rechtzeitig eine ­Behandlung begonnen werden.

Die Entscheidung, welche Untersuchungen wie oft und in welchem Alter gemacht werden, wird durch eine qualifizierte tierärztliche Beratung erleichtert. Allerdings spielt auch das Geld eine Rolle. Denn im Gegensatz zur Humanmedizin, wo diese Vorsorgeuntersuchungen von der Krankenkasse bezahlt werden, muss der Hunde- oder Katzenhalter diese selbst zahlen. Der Autor ist Tierarzt in Portals Nous,
Tel.: 971-67 76 06,
Notdienst-Tel.: 607-60 70 80.

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