Jäger werden der Ziegenplage auf Mallorca nicht Herr

Schädigung der Insel-Fauna: Zahl der verwilderten Tiere bleibt stabil

09.04.2011 | 10:50

Die Jäger auf Mallorca werden der Ziegenplage nicht Herr. So ist die Zahl der verwilderten Ziegen weiterhin stabil, obwohl seit 2006 verstärkt auf sie angelegt wird. Jäger schießen im Auftrag des balearischen Umweltministeriums sowie auf privaten Jagdgrundstücken pro Jahr rund 3.500 Exemplare. Doch weiterhin treiben rund 30.000 wilde Ziegen im Gebiet des Tramuntana-Gebirges ihr Unwesen.

Die verwilderten Hausziegen schädigen nach Angaben des Umweltministeriums massiv die einheimische Flora, da sie zahlreiche Triebe junger Pflanzen abfressen und so zum Beispiel Aufforstungsprojekte behindern. Auch zunehmende Erosion wird den Tieren angekreidet. Im Gegensatz zur endemischen Ziegenart auf Mallorca vermehren sich die verwilderten Exemplare vergleichsweise schnell und drangen in den vergangenen Jahren auch in Gärten von Privatpersonen ein oder tauchten auf Landstraßen auf. Nur fünf Prozent der derzeitigen Ziegen-Population auf Mallorca seien reinrassige, endemische Ziegen.

Zumindest nehme die Zahl der verwilderten Ziegen nicht weiter zu, heißt es im Ministerium. Um die Zahl effektiv zu senken, müssten mehr Jäger angesetzt werden. Dafür sei jedoch kein Geld da. Zudem seien 95 Prozent der Grundstücke, auf denen die Ziegen unterwegs sind, in privater Hand.

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