Wissenschaftlich belegt: weniger Quallen im Wasser

Die Nesseltiere folgen globalen und mehrere Jahre andauernden Zyklen. Zur Zeit geht die Präsenz gerade zurück, bestätigen Meeresforscher

31.08.2016 | 08:43
Fotogalerie: Quallen von A bis Z - so erkennen Sie die Nesseltiere

In diesem Jahr gibt es weniger Quallen als in den Vorjahren. Das bestätigen Forscher des spanischen Meeresforschungsinstitut IEO, das auch auf Mallorca mit einem Stützpunkt vertreten ist.

Wie Meeresbiologe Ignacio Franco erklärt, folgen die Quallen weltweit langjährigen Zyklen, die aus zwei verschiedenen Perioden bestehen. Einer etwa acht- bis zehnjährigen Phase mit hoher Konzentration der Nesseltiere und einer vier- bis fünfjährigen Periode mit niedriger Quallenpräsenz. Das Jahr 2016 falle in diese zweite Phase.

"In den Jahren, in denen wir Probleme mit Quallen hatten, traten diese meist in der zweiten Sommerhälfte auf", meint Franco. Er gehe also nicht davon aus, dass es in den verbleibenden warmen Tagen noch zu größeren Invasionen kommen werde. Im Mittelmeer gebe es im Moment "weniger Quallen als in den vergangenen Jahren".

Nicht überall freut man sich über den Rückgang dieser Tiere. Denn Quallen ernähren sich von Plankton. Die sinkende Population führt an mancherorts – wie zum Beispiel im Mar Menor bei Murcia – zu übermäßigem Plankton. "Im Moment hoffen dort gerade alle darauf, dass die Quallen kommen, um das Meer zu säubern", erklärt Franco. /tg

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