Stiertreiben in Fornalutx: Tierschützer stellen Ultimatum

Um die Hatz "correbou" zu verbieten, setzen sie den Behörden eine Frist von zehn Tagen. Sonst ziehen sie vor Gericht

06.03.2017 | 02:30
Tierquälerei mit 100-jähriger Tradition: der "correbou" in Fornalutx.

Die Initiatoren der Tierschutz-Plattform "Mallorca Sense Sang" (Mallorca ohne Blut) hat der Balearen-Regierung eine Frist von zehn Tagen gesetzt, um die Stierhatz in Fornalutx zu verbieten. Anderenfalls würden sie gegen das grausame Spektakel vor Gericht ziehen, kündigte Sprecher Guillermo Amengual am Mittwoch (1.3.) an.

Die Linksregierung hatte versprochen, ein neues Tierschutzgesetz auf den Weg zu bringen, dass Tier-Spektakel wie das in Fornalutx künftig ausschließe. Das Vorhaben verzögert sich allerdings seit Monaten.

Tierschützer wollen verhindern, dass das jeweils im September stattfindende traditionelle Stiertreiben in Fornalutx, genannt "correbou" dieses Jahr noch einmal veranstaltet wird. Bereits im vergangenen Jahr war es deswegen zu Demonstrationen für und gegen das Treiben gekommen. Der "correbou" findet in Fornalutx bereits seit 1882 statt.

Zu den traditionellen Dorffesten gehörten früher eine Reihe von Spektakeln mit Tieren, die nach und nach verboten werden. So werden die Sant-Antoni-Feiern in Pollença künftig ohne lebendigen Hahn am Kiefer-Mast auskommen. Die Bewohner von Santa Margalida wollten trotz Verbots jahrelang nicht auf ihre Tradition verzichten, beim Fest im Ortsteil Can Picafort mit echten Enten zu werfen.  /tg

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