So rücken Jäger auf Mallorca der Hufeisennatter zu Leibe

Rund um Capdepera werden Fallen mit lebenden Mäusen aufgestellt. Die bis zu zwei Meter lange Schlange kam vor rund zehn Jahren auf Olivenbäumen aus Extremadura auf die Insel

17.04.2017 | 16:34
So sehen die Fallen für die Hufeisennatter aus.
Fotogalerie: echte und falsche Insel-Schlangen

Sobald die Temperaturen steigen, kommt auf Mallorca wieder die Hufeisennatter zum Vorschein. Vor allem in der Gegend um Capdepera im Nordosten der Insel hat sich das Reptil seit etwa zehn Jahren verbreitet. Damals gelangten mehrere Exemplare auf Olivenbäumen aus Extremadura auf die Balearen. Zuvor war die Schlange auf den Inseln nicht heimisch.

Da die Tiere, die bis zu zwei Meter lang werden können, bei Gefahr mitunter aggressiv werden, und Angriffe auf Menschen nicht ausgeschlossen werden können, wurden seit Anfang April 15 Fallen im Nordosten der Insel verteilt. Zuständig sind dafür die Mitglieder des Jagdverbandes. Sie stellen die Fallen vor allem an Steinmauern oder Holzhaufen auf, die in Richtung Süden ausgerichtet sind.

Hintergrund: echte und falsche Insel-Schlangen

Die Holzkästen bestehen aus zwei Abteilen. In einem befindet sich eine lebende Maus und Futter für das Tier, im anderen ein Eingang für die Schlange, die dann aber nicht wieder herauskommt. In wenigen Tagen haben die Jäger so bereits acht Schlangen eingefangen und getötet.

Den Jägern liegt besonders viel an der Ausrottung der Reptilien auf Mallorca, weil diese es vor allem auf junge Hasen, Kaninchen und Wachteln abgesehen haben. Außerdem sind bereits mehrere Hufeisennattern in Hauseingängen und Terrassen gefunden worden. /jk

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