01. März 2018
01.03.2018

Papagei macht Jagd auf Fußballspieler auf Ibiza

Spielabbruch einer Begegnung zweier Jugendmannschaften: Ein Ara flog mehrmals rasant über das Feld. Hatte er nur den Gegner im Auge?

01.03.2018 | 11:25
Will er mitspielen oder auf den Gegner einhacken? Der Ara auf seinem Ausguck.

Ungewöhnlichen Besuch hatte der Fußballclub Santa Gertrudis auf Mallorcas Nachbarinsel Ibiza beim jüngsten Spiel der Cadetes (14-15 Jahre) gegen Sant Jordi. Ein großer Ara setzte sich auf einen Mast neben dem Spielfeld und startete von dort aus mehrfach kurze Flüge direkt über die Köpfe der Spieler hinweg. Gerade einmal 15 Minuten waren vergangen, als der Papagei zu seinen Flügen ansetzte. Der Schiedsrichter entschied daraufhin, die Partie abzubrechen, um einen Angriff eines Spielers mit dem spitzen Schnabel zu verhindern.

Der Präsident des Clubs, Miguel Ángel Pareja, gegenüber der MZ: "Das Tier flößte durch seine Flügelspannweite von bestimmt einem Meter durchaus Respekt ein. Auch wenn es zu keiner Attacke kam, waren die Spieler trotzdem nervös." Außerdem habe das Tier wenige Tage zuvor zwei Kinder auf ihren Fahrrädern angegriffen. In diesem Fall soll es sogar zu Attacken mit dem Schnabel gekommen sein, die deshalb glimpflich endeten, weil die Kinder Helme getragen hätten.

Nach Angaben von Pareja ist die Eigentümerin des Vogels bekannt, allerdings weile sie zurzeit in Italien, weshalb es noch nicht gelungen sei, den Vogel einzufangen. Die Guardia Civil versuchte es bereits mehrfach. Wahrscheinlich versteckt sich der Ara in einem kleinen Wald neben dem Fußballfeld von Santa Gertrudis. Prinzipiell handelt es sich bei den Tieren, die bis zu 50 Jahre alt werden können, um friedliche Zeitgenossen. Man nimmt an, dass das ungewohnte Umfeld den Charakter des Vogels negativ beeinflusst haben könnte. "Vielleicht wollte er aber auch einfach nur mitspielen", ulkt Pareja.

Über einen Satz in der Inselpresse ärgerte sich Pareja dann aber doch: So hieß es, der Vogel würde lediglich ins Spielgeschehen eingreifen, wenn die Heimmannschaft zurückliegt – so beim Spiel der Cadetes gegen Sant Jordi. Am darauffolgenden Tag nahm der Papagei nämlich wieder Platz auf seinem Ausguck, allerdings ohne sich in die Begegnungen der verschiedenen Altersklassen einzumischen. An diesem Tag gewannen die Heimteams die meisten der Partien. "Das klingt ja gerade so, als hätten wir den Vogel abgerichtet", empört sich Pareja.

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