EU-Beamter prüft Palmas Investitionen in nachhaltige Verkehrspolitik

Mit den Subventionen über 1,7 Millionen Euro wurden bisher eine Handy-App, neue Radwege und Tankstellen für Elektroautos geschaffen

07.11.2015 | 10:04
Mit den EU-Geldern wurden in Palma unter anderem Aufladestationen für Elektroautos geschaffen

Ein EU-Beamter aus Brüssel hat am Mittwoch (4.11.) auf Mallorca überprüft, ob Palma seine Hausaufgaben in Sachen nachhaltige Verkehrspolitik gemacht hat. Antonio Scala, ein Verantwortlicher des EU-Projekts namens Civitas, ließ sich von Verkehrsstadtrat Joan Ferrer zeigen, für welche Maßnahmen die Fördergelder in Höhe von 1,7 Millionen Euro bisher verwendet wurden und bis zum Auslaufen des Programms 2016 noch verwendet werden sollen.

Bereits realisiert hat die Stadt Palma unter anderem neue Fahrradwege, zusätzliche Stationen des Stadtrad-Leihsystems BiciPalma und Aufladepunkte für Elektrofahrzeuge. Besonders beeindruckt war der EU-Beamte von einer europaweit bisher einzigartigen Handy-Applikation, über die Nutzer die Abfahrzeiten der Stadtbusse, die Verfügbarkeit von BiciPalma-Rädern und freien Parkplätzen sowie die Verkehrssituation im Stadtgebiet abfragen können.

Noch in Planung sind drei weitere Projekte: Auf dem zentralen Betriebshof der Stadtwerke Emaya in Son Pacs soll Ende November Mallorcas erste Erdgastankstelle eröffnen, an der künftig die Flotte der Stadtreinigung betankt werden soll. Vorgesehen sind außerdem fünf weitere Aufladestationen für Elektroautos in der Innenstadt sowie die Installation von elektronischen Anzeigetafeln in den Einfahrtbereichen der Parkhäuser und Tiefgaragen, die Autofahrer über die Belegung informieren und gegebenenfalls umleiten sollen. Damit will die Stadt künftig lange Staus vermeiden, die sich vor allem an bewölkten Hochsommertagen bilden, wenn tausende Touristen in die Inselhauptstadt strömen. /sts

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