Autovermieter auf Mallorca bezweifeln Rechtmäßigkeit von Drivy

Branchenverband hält Vermietung von Privatwagen für unlauteren Wettbewerb

19.03.2016 | 09:07
Autovermieter wehren sich gegen Konkurrenz durch Sharing Economy.
Autovermieter wehren sich gegen Konkurrenz durch Sharing Economy.

Die Autovermieter auf Mallorca halten die kommerzielle Vermietung von Privatwagen der Plattform Drivy für unlauteren Wettbewerb. Man werde eine Beschwerde bei der Balearenregierung einreichen, kündigte der Branchenverband auf den Balearen (Valebal) am Dienstag (15.3.) an.

Das in Frankreich vor fünf Jahren gegründete Portal Drivy vermittelt die Vermietung privater Pkw an Dritte. Seit einem Monat ist die Plattform auch für Angebote auf den Balearen geöffnet. Neben Drivy gibt es auch weitere Portale wie das Unternehmen Socialcar.

Valebal bezweifelt, dass private Mietwagen die Bedingungen erfüllen, die rechtlich für die Autovermietung vorgeschrieben seien. Außerdem müssten die privaten Vermieter diese neue Aktivität bei der Steuerbehörde anmelden.

Der Balearenverband der Transporteure (Federación Balear de Transporte) will ebenfalls gegen die neue Konkurrenz vorgehen, kündigte der Vorsitzende Salvador Servera an. Gleichzeitig unterstrich er die Vorteile einer Nutzung von kommerziellen Mietwagen: Insbesondere die Sicherheitskontrolle der Wagen kommerzieller Vermieter unterliege strengen Auflagen. Mietwagen würden beispielsweise alle sechs Monate vom spanischen Tüv untersucht. Neue Anbieter wie Drivy oder Socialcar nutzten Gesetzeslücken und gefährdeten damit eine Branche und deren Arbeitsplätze, warnte Servera.

Service: Mietwagen auf Mallorca

Der zuständige Generaldirektor für Mobilität in der Landesregierung, Jaume Mateu, erklärte, dass es sich um ein "sehr neues Thema" handele. Die Balearenregierung müsse die Gesetzeslage erst prüfen und feststellen, ob die neue Form der Vermietung die Vorschriften erfülle: "Was uns Sorgen macht, ist, dass die traditionellen Unternehmen eine lange Liste an Vorschriften erfüllen müssen, die bei den neuen Modellen nicht greifen, und dass die neuen Anbieter Autos vermitteln, die nicht dieselbe Sicherheit garantieren." Gleichzeitig verwies Mateu darauf, dass die Regulierung der neuen Unternehmensformen vor allem auf europäischer Ebene erfolge.  /tg

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