Palma debattiert über Verkehrsberuhigung im Zentrum

Nicht alle sind mit den Plänen der Stadt einverstanden, den Innenstadtverkehr weiter einzuschränken

09.06.2016 | 11:16
Palma debattiert über Verkehrsberuhigung im Zentrum
Palma debattiert über Verkehrsberuhigung im Zentrum

Mit gemischten Gefühlen haben die Einwohner von Palma auf die Pläne der Stadtverwaltung reagiert, den Innenstadtverkehr weiter einzuschränken. Darüber berichtet die MZ-Schwesterzeitung "Diario de Mallorca" am Mittwoch (8.6.).

Positiv äußerte sich Mariano Reaño von der Radfahrer-Plattform Conbici. "In allen Städten sind sie dabei, die Autos aus den Innenstädten zu verbannen, da sollten wir nicht hintenanstehen", erklärte er. Dabei sollte man nicht nur an den Verkehr an sich denken, sondern auch an die Luftverschmutzung.

Im Namen der Taxifahrer äußerte Biel Moaragues. Die Idee sei grundsätzlich nicht schlecht: "Bei der großen Anzahl von Mietwagen verwandelt sich das Zentrum von Palma in ein Chaos", erklärte der Verbandssprecher. Wenn weniger Autos auf den Carrer Antoni Maura und damit in die Altstadt fahren könnten, fördere man so den öffentlichen Nahverkehr.

Eher kritisch sieht die Nachbarschaftsvereinigung des Viertels rund um die Kathedrale. Der Verbandsvorsitzende Luis Clar ärgerte sich vor allem darüber, dass die Anwohner nicht genügend in die Entscheidung eingebunden gewesen seien: "Das Rathaus hat ein Problem mit der Art und Weise Entscheidungen zu treffen", erklärte er. Insbesondere kritisierte er das Vorhaben, die Geschwindigkeit im Carrer Conquistador auf 20 Stundenkilometer zu begrenzen.

Die meisten Geschäftsinhaber reagierten zunächst eher positiv auf die Pläne zur Verkehrsberuhigung. Allerdings müsse man die Zahl der öffentlichen Parkplätze ausgleichen, wenn das Parken in einzelnen Zonen den Anliegern vorbehalten sei: "Die Touristen werden weiterhin die Kathedrale, die Plaça Major und die Rambla besuchen und sie müssen ihre Mietwagen irgendwo parken können", mahnte Agustín Linares als Sprecher der überwiegend von Urlaubern frequentierten Läden.

Dieselbe Position vertritt Carolina Domingo, Sprecherin der Geschäftsinhaber am Passeig del Born: "Die Verkehrsberuhigung ist richtig, aber man braucht Alternativen zum Parken. Wir haben vorgeschlagen, einen Parkplatz am Gesa-Gebäude oder hinter dem Kongresspalast einzurichten."  /tg

 /tg

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