Air Berlin kündigt Sondereinsätze gegen Flugchaos an

Die Fluglinie will mit Sofortmaßnahmen den Flugbetrieb stabilisieren

06.10.2016 | 15:51
Air Berlin kündigt Sondereinsätze gegen Flugchaos an

Das Flugunternehmen Air Berlin will mit Sondereinsätzen den derzeitigen Flugausfällen Herr werden. Man habe sich mit der Vereinigung Cockpit, der ver.di-Tarifkommission Kabine und dem Gesamtbetriebsrat darauf verständigt, dringende Sofortmaßnahmen in Kraft zu setzen, um den Flugbetrieb zu stabilisieren und die Einschränkungen für Fluggäste so gering wie möglich zu halten, heißt es in einer Pressemitteilung vom Donnerstag (6.10.).

Man rufe Piloten, Flugbegleiter und Bodenmitarbeiter dazu auf, auf freiwilliger Basis Sondereinsätze zu leisten. Die Laufzeit für diese Sondervereinbarung sei vorerst auf den Zeitraum vom 5.10.2016 bis 9.10.2016 begrenzt.

Darüber hinaus sollen die Partner-Airlines des Etihad Airways Partners (EAP)-Verbunds Air Berlin bei der Stabilisierung der Unregelmäßigkeiten im Flugbetrieb unterstüzen. "Etihad Airways stellt Air Berlin ab morgen, dem 7. Oktober 2016, einen Airbus A340 zur Verfügung. Air Berlin hat von Alitalia bereits einen Airbus A321 erhalten und soll noch ein zweites Flugzeug bereitgestellt bekommen", heißt es. Darüber hinaus habe Air Serbia eine Boeing 737 an Air Berlin übergeben und stelle in den nächsten Tagen voraussichtlich noch zwei weitere Flugzeuge zur Verfügung.

Hintergrund der Probleme ist die Verquickung der beiden an sich konkurrierenden Fluggesellschaften Tuifly und Air Berlin. Einerseits hat Tuifly mehrere Flugzeuge samt Personal an Air Berlin vermietet, sodass der Personalengpass in Hannover nun auch Flüge der Berliner Airline betrifft. Zum anderen ist das Personal in Hannover auch von den geplanten Streichungen bei Air Berlin betroffen und bangt deshalb um die Arbeitsplätze. Außerdem soll Tuifly womöglich in eine österreichische Dachgesellschaft ausgegliedert werden, bei der Air-Berlin-Großaktionär Etihad als Partner fungieren soll. 

Hintergrund: Und wer fliegt uns 2017 nach Mallorca?

Am Donnerstag musste Tuifly knapp die Hälfte der geplanten Flüge wegen Krankmeldungen streichen. Als Hintergrund werden der tiefgreifende Umbau der hoch verschuldeten Airline Air Berlin und damit einhergehende Veränderungen bei Tuifly gesehen.  /ff

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