Linienbusse zu Mallorcas Touristenhochburgen direkt ab Palmas Flughafen

Die Landesregierung hat das neue Angebot für die kommende Sommersaison angekündigt

15.02.2017 | 11:27
Linienbusse zu Mallorcas Touristenhochburgen direkt ab Palmas Flughafen

Mallorca-Urlauber können ab der kommenden Sommersaison an Palmas Flughafen Linienbusse in Richtung der wichtigsten Urlauberhochburgen besteigen. Das hat der balearische Verkehrsminister Marc Pons am Dienstag (10.1.) angekündigt. Der neue Service werde ab Mai zur Verfügung stehen.

Bislang müssen ankommende Urlauber zunächst mit dem Stadtbus zur Plaça d'Espanya im Zentrum von Palma fahren, um vom dortigen Zentralbahnhof Überlandbusse in alle Orte auf Mallorca zu nehmen. Alternativ stehen Busse der Reiseveranstalter sowie Taxis zur Verfügung. Die Anbindung des Flughafens sei ein "Schwachpunkt" im öffentlichen Personenverkehr auf Mallorca, so Pons.

Der neue Service sieht nun von der Landesregierung festgelegte Preise vor. Alle 60 bis 90 Minuten soll es vom Flughafen nach Cala d'Or-Porto Petro, Cala Millor, Playa de Alcùdia-Playas de Muro-Can Picafort, Magaluf und Santa Ponça gehen. Es wird damit gerechnet, dass rund sechs Prozent der ankommenden Urlauber das neue Angebot annehmen, die Kapazitäten sollen bis zu zehn Prozent der Urlauber reichen.

Während die Tourismusbranche die Initiative laut Minister Pons für gut befindet, ist die Kritik der Taxifahrer absehbar. Derzeit finden Gespräche mit der Flughafenverwaltung Aena zur Organisation der Haltestellen statt.

Hintergrund: strukturelle Änderungen im Busfahrplan
Im September 2016 hatte Pons grundlegende Veränderungen für den Busbetrieb angekündigt. Hintergrund ist, dass im Jahr 2018 sämtliche Konzessionen für die Überlandbusse auf der Insel auslaufen. Das zwingt das Verkehrskonsortium zum Handeln birgt aber auch die Chance für strukturelle Veränderung.

In Zukunft wolle man Mallorca in drei große Verkehrsbereiche aufteilen, anstatt erneut 20 Konzessionen auszuschreiben. Als Teil des Deals müssen die Konzessionäre dann kostenneutral wirtschaften, statt wie bislang Subventionen in Millionenhöhe zu erhalten. Die Zahl der Bürger, die die Busse im Alltag benutzen solle von innerhalb von 15 Jahren von aktuell 12 Prozent auf 25 Prozent wachsen, so Pons.

Einen Teil der Veränderungen traten bereits zu Jahresbeginn in Kraft. Im neuen Fahrplan sollen Dopplungen mit Bahnstrecken vermieden und dafür die Umsteigemöglichkeiten zwischen Bus und Bahn besser genutzt werden. Aktuelle Informationen finden Fahrgäste auf der jüngst neu gestalteten Website des Konsortiums. /ff /tg

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