Taxi-Konkurrenz am Flughafen von Mallorca: "Wir sind keine Piraten"

Verband der Transporteure kritisiert neues Dekret, das hohe Strafen für illegale Anbieter von Transfers vorsieht

02.06.2017 | 09:47
Fotogalerie: Tumulte beim Taxistreik am Flughafen Mallorca
"Wir sind keine Piraten" - die Konkurrenz der Taxifahrer verteidigt sich auf einer Pressekonferenz am Flughafen von Mallorca.

Jobverluste und Warteschlangen am Flughafen von Mallorca: Der Verband der Transporteure auf den Balearen (ATB) hat gegen das neue Dekret der Landesregierung protestiert, das die nach Ansicht der Taxifahrer unlautere Konkurrenz in ihre Schranken weist. Wenn den Chauffeuren verboten werde, ihre Dienste direkt am Flughafen anzubieten, verstoße dies gegen EU-Recht, hieß es auf einer Pressekonferenz am Flughafen am Donnerstag (1.6.).

Das Dekret war beschlossen worden, kurz nachdem die Taxifahrer mit einem spontanen Protest Ende vergangener Woche den Flughafen von Mallorca lahmgelegt hatten. Neben Taxis dürfen nun ausdrücklich nur noch diejenigen Transportunternehmen Passagiere vom und zum Flughafen chauffieren, die mindestens 72 Stunden vor der Abfahrt einen ordnungsgemäßen Vertrag mit ihren Kunden abgeschlossen haben – so wie beispielsweise die Shuttlebusse, die bei Pauschalreisen den Transfer zum Hotel garantieren.

Teuer wird es für die Anbieter, die versuchen, am Flughafen spontan Kunden abzugreifen. Sie müssen ab sofort mit Geldstrafen von bis zu 12.000 Euro rechnen. Drei Inspektoren und vier Helfer sollen fest an Palmas Airport stationiert werden, um die Lizenzen der mutmaßlichen "piratas" zu überprüfen.

Das neue Dekret habe nun wohl den Verlust von 500 bis 600 Jobs zur Folge, beklagt ATB-Vorsitzender Bartolomé Sabater, zudem bildeten sich längere Schlangen von Passagieren am Flughafen, die einen Transfer bräuchten. Sabater kritisiert zudem, dass die Landesregierung ihr Dekret in aller Eile beschlossen und keinen Dialog mit der Branche gesucht habe. Im übrigen lasse man sich nicht als "Piraten" beschimpfen - die meisten Firmen verfügten im Gegensatz zu illegalen Anbietern über alle nötigen Genehmigungen. /ff

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