Sa Calobra: Das Bus-Chaos auf der Serpentinen-Strecke hat ein Ende

Seit Montag (19.6.) dürfen täglich maximal 35 Busse in die Felsenschlucht Torrent de Pareis hinunterkurven

22.06.2017 | 08:52
Fotogalerie: So chaotisch war es vor der Neuregelung

Überwiegend positives Echo hat das am Montag (19.6.) eingeführte Limit für Busse in Sa Calobra auf Mallorca hervorgerufen. Ab sofort dürfen täglich maximal 35 Touristenbusse die Serpentinenstrecke herunterkurven, um Besucher in die Felsenschlucht Torrent de Pareis zu bringen.

Die Gemeinde Escorca, bei der Busunternehmen ihre Fahrten ab sofort anmelden und bezahlen (5 Euro) müssen, stellte an der Zufahrt große Hinweisschilder auf. Eine Polizeistreife kontrolliert die Einhaltung. Auch der früher alltägliche Streit um die Busparkplätze soll damit vorbei seien. Die Stellplätze sind ab sofort ausgewiesen und werden der Reihenfolge nach angefahren.

Die Busfahrer freuen sich über die neue Ordnung: "Die Initiative ist gut, wir müssen uns nicht mehr so stressen, ob wir Platz haben zum Ausladen der Leute oder ob wir einen Parkplatz finden. Wir fahren jetzt einfach runter, laden die Passagiere aus und fahren in den reservierten Parkplatz", erklärte Manuel Palomino, der als erster Busfahrer in der neu geordneten Felsenbucht ankam.

Hintergrund: Sa Calobra

Bürgermeister Antoni Solivellas verbrachte den ganzen Tag im Torrent de Pareis, um sich vom Funktionieren der lang geplanten Maßnahme zu überzeugen. Auf die Kritik, 35 Busse seien zu viel für die Strecke, entgegneten die Befürworter der Regelung, dass in vergangenen Jahren bis zu 90 Urlauberbusse pro Tag die Schlucht hinunterkurvten. Dabei kam es immer wieder zum Kollaps auf der engen Strecke.  /tg

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