Verbraucherschutz moniert teure Service-Hotline bei Billigflieger Ryanair

Die Fluglinie müsse auf den Balearen eine Telefonnummer zur Verfügung stellen, die nicht mehr kostet als ein gewöhnliches Inlandsgespräch

10.10.2017 | 11:15
Wer will schon 62 Cent pro Minute für die Ansage einer Warteschleife zahlen?

Die Hotline der irischen Fluglinie Ryanair ist zu teuer. Das hat die Verbraucherschutzbehörde der Balearen festgestellt und deshalb am Montag (9.10) ein Verfahren gegen die Airline eingeleitet. Wer zum Beispiel von Mallorca oder dem spanischen Festland bei der Fluglinie anruft, wird an eine Telefonnummer mit der kostenpflichtigen Vorwahl 902 verwiesen. Doch diese dürfe keinesfalls mehr kosten, als ein gewöhnliches Telefonat, hatte die Verbraucherschutzorganisation Facua kritisiert. Deutschsprachige Anrufer werden an eine 900-Telefonnummer verwiesen, für die das Unternehmen 62 Cent pro Minute berechnet.

Facua hatte bereits im Januar eine ganze Reihe von Fluggesellschaften angeschrieben, dass die Service-Hotlines nicht teurer sein dürften als normale Inlandsgespräche. Ryanair habe darauf nicht reagiert. Die 902-Nummer werde nach wie vor auf der Website angegeben und beworben.

Da die Passagiere von Ryanair in diesen Tagen besonders häufig von Flugstreichungen betroffen sind, ärgern sich aktuell viele Kunden über die teuren Hotlines des Unternehmens. Aufgrund von Pilotenmangel hatte die Airline Tausende von Flügen annuliert.  /tg

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