Wackelt die Übernahme von Niki durch die Lufthansa?

Laut "Spiegel" gibt es Bedenken der Wettbewerbshüter in Brüssel

01.12.2017 | 09:01
Niki-Flieger

Die geplante Übernahme von Niki durch die Lufthansa nach der Insolvenz der Muttergesellschaft Air Berlin wackelt offenbar. Nach einem Bericht von "Spiegel-Online" vom Dienstag (28.11.), in dem auf Quellen in Wien und Brüssel verwiesen wird, gibt es Überlegungen der EU-Kommission in Brüssel, die Operation aus Wettbewerbsgründen zu verbieten. Auch die Website airliners.de berichtet von "deutlichen Vorbehalten" der EU-Wettbewerbshüter gegen die geplante Übernahme.

Niki ist im Gegensatz zur Muttergesellschaft Air Berlin, die im Sommer Insolvenz angemeldet hatte und im Oktober den Flugbetrieb einstellte, weiter aktiv. Angesteuert wird von Flughäfen in Deutschland und Österreich nicht zuletzt Mallorca - die Strecke hatte Niki im Frühjahr von Air Berlin übernommen.

Die Pläne der Lufthansa sehen vor, die Maschinen von Niki der Billigtochter Eurowings zuzuschlagen. Sollten die Pläne nun scheitern, müsste kurzfristig ein anderer Käufer gefunden werden, heißt es. Ansonsten drohe auch der österreichischen Tochter eine Insolvenz.

Möglicher Interessent wäre der Reisekonzern Thomas Cook (Condor) - gegenüber der "FAZ" forderte Flugsparten-Chef Christoph Debus eine Korrektur in der Air-Berlin-Aufteilung, um "fairen Wettbewerb" zu ermöglichen.   /ff

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