19. Dezember 2017
19.12.2017

Der Ringschluss um Palma de Mallorca kommt doch noch voran

Die weiträumige Umgehungsstraße von Palma, die Vía Conectora, dürfte zwar kaum vor 2020 fertig sein. Doch an einem Teilstück haben die Bauarbeiten wieder begonnen

19.12.2017 | 16:54
Es staut sich mal wieder auf Mallorca. Am zweiten Ring gehen zumindest jetzt die Bauarbeiten weiter.

Es geht doch noch voran mit den Bauarbeiten am zweiten Ring von Palma de Mallorca. Wie der Inselrat am Dienstag (19.12.) bekanntgab, wurden Mitte Dezember die Bauarbeiten am zweiten Teilstück zwischen dem Kreisverkehr mit der Schnellstraße Ma -15 nach Manacor und dem bereits vierspurig ausgebauten Abschnitt hinter Son Ferriol aufgenommen. Ab Mitte Januar sollen die Erdbewegungen dann auch sichtbar sein, bis Mitte März 2019 soll das an Son Ferriol vorbeiführende Teilstück dann vollständig fertig sein.

Damit geht eine unendliche Geschichte zumindest stückchenweise voran. Bisher ist nämlich lediglich das Teilstück zwischen Son Ferriol und der Einmündung in die Autobahn nach Inca beendet. Dabei sollte eigentlich auch auf den restlichen Abschnitten schon seit viereinhalb Jahren der Verkehr rollen. Dröseln wir die einzelnen Abschnitte und ihre Schwierigkeiten an dieser Stelle einmal auf:

Abschnitt I zwischen Coll d'en Rabassa und der Schnellstraße Ma-15 nach Manacor

Hier gibt es die größten Schwierigkeiten. Das ursprüngliche Projekt stammt von 2011, doch es tat sich erst einmal gar nichts. 38,7 Millionen Euro sollten in dieses nicht einmal zwei Kilometer lange Teilstück investiert werden. Doch 2015 wurde festgestellt, dass die geplante Straße zahlreichen Pipelines in die Quere kommt. So waren unter anderem die Auffahrten zu mehreren Kreisverkehren direkt über den Rohren geplant, die Treibstoff von Porto Pi zu den großen weißen Depots von CLH transportieren. Auch wurde ohne Rücksicht über Privathäuser hinweg geplant, ebenso wie über Strom- und Wasserleitungen. Nun müssen ein neuer Straßenverlauf und ein neues Projekt her. Die beim Inselrat zuständige Verkehrsdezernentin Mercedes Garrido bittet um Verständnis, dass sich auf diesem Abschnitt der Baubeginn noch einige Zeit verzögern dürfte. Vor 2018 werde es wohl nichts mit dem Baubeginn.


Abschnitt II zwischen der Schnellstraße Ma-15 nach Manacor und Son Ferriol

Die Arbeiten an dem rund 35,8 Millionen Euro teuren Teilstück, das nun bis März 2019 fertig sein soll, hatten bereits vor Jahren begonnen. Ende 2016 wurde bekannt, dass das zuständige Bauunternehmen bis dahin wegen finanzieller Schwierigkeiten nur rund 20 Prozent des Auftrags ausgeführt hatte. Der Inselrat kündigte deshalb den Vertrag. Dann wurde der Auftrag neu ausgeschrieben. Auch das verzögerte sich, weil zunächst Gutachter feststellen müssen, welche Arbeiten genau noch zu erledigen waren und mit welchem Budget dafür gerechnet werden musste.


Abschnitte III und IV zwischen Son Ferriol und der Autobahn Ma-13 nach Inca

Diese Abschnitte sind fertig und für den Autoverkehr geöffnet. Mitunter ist man hier aber noch völlig allein unterwegs. Offenbar hat sich noch nicht he­rumgesprochen, dass diese Teilstücke fertiggestellt sind. Das geringe Verkehrsaufkommen dürfte aber auch damit zusammenhängen, dass die einzigen vierspurigen Teilstücke in der Mitte der sonst unfertigen Schnellstraße liegen. Insgesamt sind hier 38,5 Millionen Euro verbaut worden.


Abschnitt V zwischen der Autobahn Ma-13 nach Inca und Son Castelló

Dieser Abschnitt befindet sich noch in Planung und wird kaum vor Abschluss der Legislatur­periode 2019 fertig sein. Das Teilstück soll bis zur Landstraße nach Sóller reichen. Auf diese Weise soll der Verkehr, der vom Flughafen kommt und das Gewerbegebiet von Son Castelló ansteuert, von der Vía Cintura ferngehalten werden. Der Grundgedanke war sogar, die Vía Conectora bis zur Landstraße nach Valldemossa reichen zu lassen, um auch noch den Verkehr in die Universität und zum Krankenhaus Son Espases abzufangen. Lautstarker Protest der Anwohner des Viertels Son Sardina, die Enteignungen und Lärmbelästigung fürchteten, ließ die Planer davon aber abrücken.

Lesen Sie hier weiter: der tägliche Beinahe-Kollaps und die Grüne dafür

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