Poker um Mallorca-Flieger Niki: Lauda ist draußen, Iberia-Mutter IAG vorne

Erhält letztendlich der Billigflieger Vueling den Zuschlag?

30.12.2017 | 08:32
Niki-Flieger.

Der Verkauf des insolventen Mallorca-Fliegers Niki ist offenbar so gut wie entschieden. So ist die Iberia-Mutter IAG laut Berichten von Medien in Deutschland am Donnerstag (28.12.) Favorit, mit ihr soll nun exklusiv über einen Kaufvertrag verhandelt werden. Aus dem Rennen ist dagegen Ex-Rennfahrer und Firmengründer Niki Lauda, wie dieser gegenüber der Zeitung "Die Presse" erklärte.

Zuletzt war mit vier möglichen Käufern verhandelt worden. Neben Niki Lauda waren dies angeblich der Reisekonzern Thomas Cook (Condor) und Tuifly. Nach Angaben von Niki-Insolvenzverwalter Lucas Flöther gegenüber der Presse in Deutschland entschied der Gläubigerausschuss in einer Sitzung am Donnerstag, exklusiv mit einem Bieter weiterzuverhandeln. Ein Name wurde mit Verweis auf die zugesicherte Vertraulichkeit nicht genannt.

Wenn Niki nun an IAG geht, dürfte nach Einschätzung des "Handelsblatts" der spanische Billigflieger Vueling den Zuschlag erhalten, der zum Konzern um British Airways und Iberia gehört.

Die österreichische Tochter-Airline von Air Berlin muss bis spätestens Anfang Januar verkauft werden. Nach der Pleite der Muttergesellschaft war auch bei Niki vor zwei Wochen der Flugverkehr eingestellt worden. Dies führte zu erheblichen Turbulenzen im Mallorca-Flugplan.

Zuvor hatte der Lufthansa-Konzern wegen Bedenken der EU-Wettbewerbshüter sein Angebot zurückgezogen - geplant gewesen war, Niki der Billigtochter Eurowings zuzuschlagen. Niki gilt als besonders attraktiver Unternehmensteil des früheren Air-Berlin-Konzerns.  /ff

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