Niki soll als eigene Marke unter dem Dach von Vueling bestehen bleiben

Details einer Betriebsversammlung dringen an die Öffentlichkeit. Vueling-Pressestelle: kein Kommentar

12.01.2018 | 16:21
Niki-Flieger - bleibt die Marke erhalten?

Die Fluggesellschaft Niki soll als eigene Marke unter dem Dach des Billigfliegers Vueling bestehen bleiben. Das hat Vueling-Chef Javier Sánchez-Prieto im Rahmen einer Niki-Betriebsversammlung am Flughafen von Wien angekündigt. Man wolle Niki als eigenständige Tochter von Vueling auf dem Markt positionieren, zitiert das Portal austrianaviation.net den Manager mit Verweis auf die geringen Überschneidungen der Geschäftsfelder. Der Ticketverkauf werde dagegen mangels eines eigenen Systems an Vueling angeschlossen. Niki hatte von der insolventen Air Berlin viele Flugverbindungen nach Mallorca übernommen. 

Auf Anfrage der MZ in der Pressestelle von Vueling am Mittwoch (10.1.) wurde lediglich darauf verwiesen, dass man vor Abschluss des Kaufs keine Angaben zu den Plänen machen könne. Das gelte auch für den Start des Ticketverkaufs und der ersten Flüge. Laut austrianaviation.net dagegen machte Sánchez-Prieto auch hierzu bereits Angaben. Tickets gebe es ab dem 12. Februar, Flüge ab dem 26. März. Diese Ankündigungen fanden allerdings offenbar vor den letzen Gerichtsentscheidungen zum Streit um das Insolvenzverfahren statt.

Zuletzt legte Niki im Streit um die Zuständigkeit für das Insolvenzverfahren Beschwerde beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe gegen die Entscheidung ein, dass das Verfahren nach Österreich verlagert werden müsse. Gleichzeitig soll der Verkauf an die Iberia-Mutter IAG, zu der auch der Billigflieger Vueling gehört, weiter vorangetrieben werden. Man plane, ein sogenanntes Sekundär-Insolvenzverfahren in Österreich zu beantragen, um den Verkauf zu vollziehen, hieß es bei der Insolvenzverwaltung. 

Laut einem Beschluss des Berliner Landgerichts muss das Insolvenzverfahren für die Air-Berlin-Tochter nicht in Deutschland, sondern in Wien eröffnet werden. Das Gericht gab damit einer Beschwerde der österreichischen Verbraucherorganisation Fairplane statt.

Der Deal zum Verkauf von Niki war kurz vor dem Jahreswechsel zustande gekommen. Demnach kauft die International Airlines Group (IAG) - Mutterkonzern von Iberia und Vueling - die insolvente Air-Berlin-Tochter für etwa 36,5 Millionen Euro.    /ff

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