Von Puigpunyent auf den Puig de na Bauçà und nach Galilea

13-03-2009  
Karte zur Wanderung.
Karte zur Wanderung. Karte: RO

ROLAND OTTO Die leichte Wanderung startet in Puigpunyent bei der Pfarrkirche, die an der Plaça de Lleó XIII. gelegen ist. Das Gotteshaus wurde Mitte des 18. Jahrhunderts auf den Mauern einer Kapelle errichtet, die schon 1236 erbaut worden war. Die kleine Kirche mit dem Namen Santa Maria de Podio Pungenti wurde 1248 mit weiteren 34 Kirchen Mallorcas durch eine Bulle des Papstes Innozenz IV. unter päpstlichen Schutz gestellt. Die Pfarrkirche kann leider nicht besichtigt werden, da sie verschlossen ist.

Bei der Gemeindekirche beginnt die Carretera de Galilea, die als Landstraße Ma-1032 leicht ansteigend in Richtung des Bergdorfes Galilea führt. Nach rund 800 Metern verweist bei der Einfahrt des Hauses s’Eubello rechts ein Schild („Galilea, Calvià“) auf einen holprigen Karrenweg, auf dem man dann nach etwa 300 Metern wieder auf die Straße stößt. Hier ist links oben der Puig de na Baucà mit seiner markanten Kuppel besonders schön zu sehen, rechts ragen die imposanten Felsmassive Sa Mola Gran und Penyal de sa Mola empor.

Unterhalb des Berges Puig de na Bauçà liegt die Possessió Conques, die schon unter der maurischen Herrschaft auf Mallorca als Alqueria Caprida bestanden hat. Ende des 18. Jahrhunderts befand sich das große Landgut im Besitz des Kapitäns Antoni Barceló, der in Galilea geboren worden war und beim erfolgreichen Kampf gegen Seeräuber zu Ruhm, Ehre und Reichtum gekommen ist. Der Capità ließ es sich nach seinen siegreiche Schlachten nicht nehmen, die Pfarrkirche in Galilea mit großzügigen Spenden aufwendig zu restaurieren.

Die Fahrbahn verläuft nun weiter moderat ansteigend nach oben. Wenig später wird das Schild „Torrent de Conques“ erreicht, bei dem rechts (Holzpfostenpfeil) auf einen Pfad abgebogen wird. Der Steig führt – vorbei an einem Wochenendhäuschen – dann wieder auf die Ma-1032. Die Landstraße wird gequert und links (Pfeilmarkierung) auf einem teils getreppten Pfad weiter aufgestiegen. Nach wenigen Minuten ist dann bei einer baufälligen Hütte wiederum die Straße erreicht, auf der man rechts (Schild „Galilea, Calvià“) nach 30 Metern zu dem Sattel Coll des Molí de Vent und zu einem links der Ma-1032 liegenden grünen Eisentor gelangt, das auf einer Metallleiter überstiegen werden kann.

Hinter dem Tor steht eine große Tafel, die detailliert über die Wanderwege in der Region informiert. Ein Holzpfostenpfeil verweist hier nach rechts auf eine breite Piste. Kurz darauf wird bei einer Gabelung geradeaus (Pfeilmarkierung) weiter gewandert und wenig später bei einer Wegteilung der rechte Abzweig (Schild „Calvià“) genommen. Nach etwa 200 Metern ist dann bei einem Holzpfostenpfeil, der geradeaus die Route nach Calvià markiert, links auf einen Pfad abzubiegen, der nach 20 Metern auf eine breite Piste führt. Dort wendet man sich nach rechts und dann gleich nach links (zwei Steinmännchen).

Ein breiter Forstweg schlängelt sich nun leicht ansteigend in Serpentinen nach oben. Man wandert an zwei gut erhaltenen Kalköfen vorbei und gelangt schließlich nach einer Begrenzungsmauer mit einem Durchlass auf eine Hochebene. Links befindet sich etwa 20 Meter entfernt unter Bäumen eine vollständig erhaltene, mit einer Kuppel geschlossene Hütte, die vermutlich einst Kalkbrennern oder Köhlern als Schutzunterkunft diente. Vereinzelt ist auf der Ebene auch der Stinkstrauch anzutreffen. Er verdankt seinen Namen dem Umstand, dass seine geriebenen Blätter unangenehm riechen.

Das Hochplateau wird nun längs gequert, dann geht es zweimal links (Steinmännchen) auf einem Pfad weiter, der zum Gipfel des Bauçà führt. Die Piste schraubt sich in engen Kehren zwischen riesigen Felsbrocken steil in die Höhe. Der mallorquinische Fremdenverkehrsverein, der Foment del Turisme de Mallorca, hat den gut begehbaren Treppensteig einst errichten lassen. Auf halbem Weg lohnt sich eine kurze Rast, um den Ausblick auf den südöstlich gelegenen Gebirgszug Serra de na Burguesa und das fruchtbare Tal Vall de Valldurgent mit seinen herrschaftlichen Landgütern zu genießen. Die engen Kehren enden dann bei einem Felskamm, von dem man auf die Gipfelsäule des Puig de na Bauçà klettern kann.

Der fast 620 Meter hohe Berg bietet eine atemberaubende Aussicht. Tief unten liegen Puigpunyent und die riesigen Landsitze Conques, Son Serralta und Son Nét. An der Küste sind die Urlauberhochburgen Santa Ponça und Peguera auszumachen. Die drei höchsten Berge im Südwesten Mallorcas, der Puig de Galatzó, die Mola de s’Esclop und die Mola de Planícia, erheben sich in ihrer ganzen Pracht. Absolut spektakulär ist auch die Fernsicht über das Teix-Massiv, den Puig Major und den Puig de Massanella bis hin zur Bucht von Alcúdia bei Son Serra de Marina mit der Halbinsel Ferrutx und ihren markanten Bergen.

Anschließend begibt man sich wieder zu der Straße Ma-1032 und biegt dort links (Schild „Galilea“) ab. Auf der Fahrbahn zum Bergdorf fällt rechts eine kleine, mit Blumen geschmückte Felsgrotte auf, in der sich eine Madonnenstatue befindet. Kinder haben mit Draht Plastiktierchen als Bitt- oder Dankgeschenke aufgehängt. Neben der Höhle bieten die Steinwände an der Straßenseite mit aus Gesteinsritzen gewachsenen Lavendelbüschen eine botanische Überraschung. Rund zehn Minuten später ist der Ortseingang von Galilea erreicht. Hier kann man von einer Aussichtsplattform bei der Pfarrkirche in der Frühjahrssonne schon Wärme tanken und den Blick auf kunstvoll gestaffelte, fruchtbare Terrassengärten und das Meer genießen.

Information

Wegstrecke: 6 km

Nettogehzeit: 2 Stunden

Höhenunterschied: 400 Meter

Schwierigkeitsgrad: leicht

Anfahrt von Palma:

Auf der Ma-1040 und Ma-1041 nach Puigpunyent. Rückfahrt von Galilea nach Puigpunyent mit dem Bus

L 140: Abfahrt: Mo - Fr 14.20 Uhr, Sa, So und feiertags: 17.40 Uhr, Bushaltestelle 100 Meter unterhalb der Pfarrkirche.

Tourencharakter: Leichte Wanderung auf Asphaltpiste, Forstwegen und Trampelpfaden.

Ausrüstung: Wanderstiefel.

Einkehr: Cafè Sa Plaça de Galilea bei der Kirche, dienstags geschlossen, Bar Parroquial de Galilea,

montags geschlossen.

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