Aufstieg zum Tausender Sa Torreta, Teil 2

11-06-2009  
Karte zur Wanderung.
Karte zur Wanderung. Karte: RO

ROLAND OTTO In Teil 1 der Tour wurde die Wanderung vom Landgut Almadrà bis zum Pass Es Pas Llis beschrieben (MZ, Nr. 473). In dieser Ausgabe der Mallorca Zeitung folgt der Aufstieg durch die Coma des Ases auf den Sa Torreta und der Abstieg durch die Coma des Voltor, die Senke des Mönchsgeiers. Von dem Pass Es Pas Llis führt ein Pfad zunächst abwärts und steigt danach in engen Kurven steil an (durchgehend Steinmännchen). Schließlich werden zwei kleinere Geröllzungen gequert und nach weiteren steilen Kehren ein Sattel erreicht. Von dort verläuft die Route auf einem Pfad über eine Hochebene, wobei Steinmännchen immer die Richtung zeigen. Man gelangt dann rund 45 Minuten nach dem Pas Es Llis zu einer Stelle, bei der Teile eines vor Jahren abgestürzten Sportflugzeugs liegen.

Nun sollte sich der Wanderer einen Überblick über den weiteren Wegverlauf verschaffen. Blickt man nach rechts (Steinmännchen nach links ignorieren) bietet sich folgendes Bild: Etwa 50 Meter entfernt befindet sich ein Felsbrocken, auf dem ein Stein und eine rote Markierung zu erkennen sind. Ganz oben ist links ist eine lang gestreckte Felswand, der Puig de sa Font Este (Ost), und rechts eine spitze Zinne auszumachen. Zwischen dem Puig de sa Font Este und der Zinne befindet sich der Sattel Coll de sa Font, zu dem aufzusteigen ist.

Zunächst begibt man sich rechts bei dem Kleinflugzeugwrack durch Dissgrass zu dem Felsbrocken mit den Markierungen. Wenige Schritte weiter wird dann eine fünf Meter hohe Felsrampe auf tritt- und griffsicherem Gestein problemlos überwunden. Danach stößt man auf drei Steinmännchen und steigt dann 15 Meter über Karstgestein bis zu einer Anhöhe auf. Von dort kann geradeaus in etwa 300 Meter Entfernung oben ein einzeln stehender Felsbrocken mit einem Steinmännchen geortet werden. Dorthin gilt es als nächstes aufzusteigen.

Ein teils ausgesetzter Pfad führt nun durch eine Senke mit Schneidegras steil nach oben. Steinmännchen zeigen dabei den Wegverlauf. Schließlich ist der Felsen mit dem Steinmännchen erreicht. Von dort geht es zunächst einige Schritte links (roter Punkt), dann rechts im Zickzack weiter steil aufwärts in Richtung des Sattels Coll de sa Font.

Nachdem dann ein zwei Meter hoher Felssteig problemlos überwunden ist, kraxelt man auf einem sehr steilen und rutschigen Geröllpfad und über Karstgestein (Steinmännchen, rote Punkte) halb links nach oben. Unterhalb der spitzen Zinne, die man sich unten vor dem Aufstieg gemerkt hat, werden dann zwei kleine Mäuerchen und wenig später bei einer hohen Steinpyramide der Coll de sa Font erreicht. Für den Aufstieg von dem Flugzeugwrack bis zu dem Sattel sind 40 Minuten einzukalkulieren.

Blickt man nun von dem Coll halb rechts nach Südosten, ist in rund 500 Meter Entfernung ein Berg mit einer hohen Steinpyramide zu sehen. Dabei handelt es sich um den Puig de sa Torreta. Zu seinem Gipfel gelangt man hangwärts über Karst (rote Punkte). Bei dieser Passage fällt links unten eine Hochebene mit einem Pfad auf, die man sich einprägt, weil dorthin der Abstieg von dem Sa Torreta erfolgen wird. Schließlich werden nach zehn Minuten eine Felswand rechts umgangen (roter Punkt) und dann nach wenigen Metern die Steinpyramide auf dem Gipfel erreicht. Erst hier fällt ein gemauerter Sockel auf, der einst eine – nicht mehr vorhandene – Vermessungssäule getragen hat.

Der Rundblick aus 1.047 Metern ist phänomenal. Er reicht im Westen bis hin zum Penyal Migdia und zum Puig Major und im Nordwesten bis zum Puig de Massanella. Im Süden ist Palma mit seiner Bucht zu erkennen. Imposant auch der Tiefblick auf den Stausee Cúber.

Nach einer Pause begibt man sich links von der Steinpyramide wenige Meter (Steinmännchen) bis zu einer Abbruchkante und steigt von dort halb links (durchgehend rote Punkte) durch eine steile Talsenke ab. Unten nach rund einer Viertelstunde angekommen, gelangt man dann rechts (rote Markierungen) nach wenigen Metern zu einem kurzen Felskamin aus festem Gestein, steigt darauf problemlos ab und steht dann auf der Hochebene mit dem Pfad, die man von oben gesehen hat.

Nun wird rechts (Steinmännchen) abgebogen und auf einem Pfad nach 250 Metern eine Steinpyramide und ein Picknickplatz erreicht. Von dort führt die Route links (rote Punkte, Steinmännchen) oberhalb einer Torrentera (kleines Bachbett) über spitzes Gestein weiter. Regelmäßig vorhandene rote Kleckse und Steinmännchen schicken den Wanderer dann in mehrmaligem Auf und Ab durch ein enges Hochtal. An zwei Stellen ist auch auf die andere Seite des Bachbetts zu wechseln. Rund 30 Minuten nach der Steinpyramide mit dem Picknickplatz wird dann ein kleines Geröllfeld und kurz darauf ein mauergestützter Pfad erreicht, der in der Nähe einer Felswand endet. Dort steigt man links (Steinmännchen, roter Punkt) zu einer etwa 50 Meter entfernten markanten Felsformation ab.

Nun beginnt der Steilabstieg durch die Coma des Voltor, den man langsam und mit höchster Konzen-tration bewältigen und für den man von hier aus gerechnet eine Stunde veranschlagen muss. Zunächst ist zu einem rund 100 Meter entfernten Geröllfeld abzusteigen, das gequert wird. Danach steigt man halb links auf einem immer wieder ausgesetzten Pfad und über größere Geröllsteine weiter ab und folgt dabei konsequent den durchgängig vorhandenen roten Punkten und Steinmännchen. Schließlich wird nach einer anstrengenden einstündigen Kraxelei wieder die Stelle mit der Schrift „Cúber" und „Tossals" vom Hinweg erreicht. Hier biegt man nun links ab und gelangt nach 40 Minuten zum Refugi des Tossals Verds und von dort nach weiteren 50 Minuten zum Gutshof Almadrà.

Information
Wegstrecke: 8,5 km
Nettogehzeit: 5 Stunden
Höhenunterschied: 410 m (Aufstieg), 760 m (Abstieg)
Schwierigkeitsgrad: sehr schwierig
Anfahrt von Palma: siehe Teil 1 der Wanderung, MZ, Nr. 473.
Tourencharakter: Sehr schwierige Wanderung auf steinigen Pfaden, über spitzes Karstgestein und durch teils wegloses Gelände. Beim Steilabstieg durch die Senke Coma des Voltor muss man absolut trittsicher und schwindelfrei sein. Vorsicht bei größeren Geröllsteinen in der Senke, die nicht richtig verkantet und deshalb locker sind. Hinweis: Die Tour nur bei stabiler Hochdruckwetterlage machen. Bei der Dauer der Wanderung (Nettogehzeit insgesamt 7,5 Std.) sehr früh starten.
Ausrüstung: Wanderstiefel mit sehr guter Profilsohle, Wasser, Kopfbedeckung, Sonnenschutzmittel.
Einkehr: Refugi des Tossals Verds, für Wanderer ohne Übernachtung nur Getränkeverkauf.

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