Rundwanderung beim Kloster Lluc

19-11-2009  
Karte zur Wanderung.
Karte zur Wanderung. Karte: RO

ROLAND OTTO Die leichte Wanderung beginnt bei dem Parkplatz vom Refugi Son Amer in der Nähe des Klosters Lluc. Die Schutzhütte befindet sich seit 1998 in Besitz des Inselrats von Mallorca und ist eine der fünf bisher eröffneten Herbergen auf dem Langwanderweg GR 221, der Ruta de la Pedra en Sec (Trockensteinmauerroute).

Vor Tourstart sollte der Wanderer jedoch unbedingt dem Centre d´Interpretació del Senderisme, das in Son Amer untergebracht ist, einen Besuch abstatten. In einer reich bebilderten Ausstellung wird nicht nur über die Flora und Fauna der Serra de Tramuntana informiert. Der Besucher erfährt auch einiges über die Bewirtschaftung in dem Gebirge und über die unterdessen ausgestorbenen Berufe der Köhler, Kalkbrenner und Schneesammler.

Die Wanderung beginnt also am Parkplatz von Son Amer. Man folgt dem Schild „GR 221 Pollença", das rechts auf einen breiten Weg verweist, der dann nach 250 Metern auf die Landstraße Ma-10 führt. Diese wird gequert und dann auf einem Pfad parallel zur Straße wenig später ein Tor erreicht (Schild „Binifaldó, Pollença"). Hinter dem Holztor überquert man eine kleine Brücke, wendet sich nach halblinks (Holzpfostenpfeil) und gelangt kurz darauf zu einer Begrenzungsmauer mit einem Durchlass.

Weiter geht es auf einer breiten Piste (Pfeilmarkierung), die sich in steilen Kurven nach oben schraubt. Nach einigen Minuten zweigt man bei einer Gabelung (Steinpyramide, Holzpfostenpfeil) links auf einen Trampelpfad ab und erreicht rund 20 Minuten nach Tourstart die Ermita de Son Amer.

Die kleine Kapelle stammt vermutlich aus dem 17. Jahrhundert. Der Inschrift auf einer Kachel ist zu entnehmen, dass sie im Jahr 2006 im Auftrag des Consell Insular de Mallorca restauriert worden ist. Diese Arbeit wurde von den margers ausgeführt. Die Steinmetze bepflastern und erhalten auch den Langwanderweg GR 221, errichten oder bessern die Trockenmauern aus und restaurieren entlang der Wanderroute zudem Brunnen, Mühlen, Brücken oder Wasserinnen. Eine dieser erneuerten síquias ist bei der Kapelle zu besichtigen.

Hinter der Kapelle wird dann auf einem Pfad nach 150 Metern wieder die Hauptpiste erreicht. Rechts befindet sich (Beschilderung) die Quelle Font de s´Ermita. Die Route verläuft nun jedoch links steil aufwärts bis zu einer Gabelung. Das Schild „Mirador" verweist dort auf einen linken Abzweig, der nach wenigen Minuten zu einem mit einem Holzgeländer gesicherten Steilabbruch führt. Die Aussichtsplattform ist wie ein Balkon, von dem man einen vortrefflichen Weitblick auf das Meer beim Torre de Lluc und die Tausendergipfel Puig Roig, Massanella und Puig d´en Galileu genießen kann. Unten präsentiert sich die ausgefräste Steinlandschaft in der Umgebung des Santuari de Lluc.

Anschließend begibt man sich wieder zurück zu der Gabelung, bei der auch zwei nachgebaute Hütten von Köhlern stehen, biegt dort links und nach 50 Metern (Steinpyramide, Holzpfostenpfeil) rechts auf einen Pfad ab und gelangt dann kurz darauf zu dem Sattel Coll Pelat. Hier befindet sich eine Mauer, die mittels einer Holzleiter überstiegen wird. Seit Tourbeginn sind nunmehr 50 Minuten vergangen.

Wenige Meter hinter der Mauer biegt rechts eine breite Piste vom GR 221 ab (roter Farbklecks auf einem Stein). Der Forstweg windet sich in einigen Kehren steil abwärts, wobei rote Markierungen weiterhin die Richtung zeigen. Man gelangt schließlich zu einer Stelle, bei der sich ein größerer Metallkasten befindet. Dort beginnt geradeaus ein Pfad, der anfangs parallel zu einem trockenen Bachbett abwärts führt. Schließlich sind eine am rechten Rand des Trampelpfads verlaufende Mauer mit einem alten Zaun und wenig später ein Sattel erreicht, hinter dem der steinige Pfad wieder breiter wird. Nach einer Biegung stößt der Wanderer auf einen alten Geländewagen, der in der einsamen Berglandschaft illegal entsorgt worden ist.

Auf der breiten Piste wandert man dann weiter talwärts (rote Kleckse) und bleibt immer auf dem Hauptweg. Dabei ist immer wieder der Ausblick auf den Puig Tomir, den Puig des Boix und die lang gestreckte Felswand Serra des Pas d´en Bisquera zu genießen. Schließlich ist bei einer hohen Steineiche und einer Steinpyramide eine Gabelung erreicht. Man befindet sich jetzt im nordwestlichen Teil des Vall d´Alcanella. Für den Abstieg vom Coll Pelat bis hierher ist eine Gehzeit von 40 Minuten zu veranschlagen.

Ein blauer Pfeil an dem Stamm der Steineiche und Steinmännchen verweisen jetzt links auf einen Pfad. Dieser verliert sich bald, und es beginnt ein Steilaufstieg über eine bizarr verkarstete Felsflanke der Serra d´en Massot. Die Route ist mit blauen Klecksen und Steinmännchen sehr gut markiert. Die Wegweiser schicken den Wanderer auf einem Zickzackkurs hinauf bis zu einem Zaun mit Durchlass und von dort auf einem Waldpfad zunächst abwärts und dann wieder aufwärts zu einem Bachbett. Für diesen Steilaufstieg sind rund 45 Minuten einzukalkulieren.

Weiter geht es vom Bachbett 20 Meter geradeaus (Steinmännchen) zu einer breiten Piste, auf die links abgebogen wird. Der Forstweg schraubt sich in sehr steilen Kurven aufwärts. Rund eine Viertelstunde später ist nach einer meterhohen Steinmauer wieder der GR 221 erreicht. Hier wird nun bei einem Holzpfostenpfeil links abgebogen. Nach einem weiteren steilen Anstieg gelangt man nach 15 Minuten (Beschilderung „Son Amer, Lluc") wieder auf den Coll Pelat und von dort in 50 Minuten zum Refugi Son Amer.

Infos
Wegstrecke: 11 km (Rundtour)
Nettogehzeit: 3,5 Stunden
Höhenunterschied: 220 m
Anfahrt von Palma: Auf der Ma-13 bis Inca, dort auf der Ma-2130 Richtung Kloster Lluc bis zum Refugi Son Amer.
Tourencharakter: Leichte Wanderung auf Waldwegen und steinigen Trampelpfaden.
Beim Aufstieg über die Karstflanke der Serra d´en Massot ist aber absolute Trittsicherheit gefragt. Auf diesem Abschnitt unbedingt an die blau markierte und mit vielen Steinmännchen versehene Route halten.
Ausrüstung: Wanderstiefel.
Einkehr: Cafeteria im Refugi Son Amer, Bars im Kloster Lluc.

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