Zum Coll de Raixeta: In 39 Serpentinen talwärts

Eine Wanderung auf den Aussichtsberg Sa Gúbia

12.05.2011 | 03:00
Dieser Berg ist eine Herausforderung

Die mittelschwere Wanderung beginnt bei Kilometerstein 15,8 der Landstraße Ma-11 unweit des Sóller-Tunnels. Dort befindet sich links an der Straße eine Parkbucht. Bei dieser gibt es zwei Auffahrten. Die linke führt zu dem Landgut s´Alqueria d´Avall, das auch zu sehen ist. Hier wird später diese Rundtour mit dem Abstecher zum Coll de Raixeta wieder enden. Rechts, rund 20 Meter entfernt, befindet sich die Auffahrt zur Possessió Biniforani, die weiter oben liegt. Bei dieser Zufahrt ist der Start der Wanderung.

Der Wanderer stößt nun sogleich auf ein Schild ?Camino particular, prohibido el paso" (Privatweg, Durchgang verboten). Er kann in diesem Fall das Schild ignorieren, weil die Wanderroute weiter oben bei einem verschlossenen Tor in eine andere Richtung verläuft. Die schmale Asphaltpiste führt dann entlang des Torrent de n´Angelè leicht ansteigend aufwärts. Nach einer Quelle und einem Wasserbecken wird ein geöffnetes Eisentor erreicht (Schild ?Biniforani"). Wenig später gelangt man zu einer Wegteilung und biegt dort links ab (Schilder ?Casa Huerta" und ?Casa Miró"). Geradeaus befinden sich das erwähnte verschlossene Eisentor und weiter oben die Häuser des Landguts Biniforani. Die Gehzeit von der Parkbucht bis hier hat rund eine Viertelstunde betragen.

Weiter geht es links auf einer breiten Piste, die in einigen Kurven nach oben zu einem offenen Tor mit zwei Mauerpfeilern führt, wobei man immer auf dem Hauptweg bleibt. Nach rund 300 Metern verweisen ein roter Pfeil und ein Steinmännchen links auf einen Flurweg. Dieser verläuft eben zu einem offenen Tor, bei der sich auch eine alte Holzleiter befindet. Die Route steigt im Anschluss durch eine Terrassenlandschaft mit Ölbäumen wieder an. Schließlich gelangt man zu den Resten eines Schuppens.

Bei der Steinhütte verweisen Steinmännchen auf eine breite Piste, die dann steil nach oben zu einem Mauerpfeiler und dort rechts sogleich zu einem Kalkofen (Steinpyramiden) führt. Die Gehzeit von dem Abzweig mit dem geschlossenen Eisentor bis hier hat rund 30 Minuten betragen.

Hinter dem Kalkofen gelangt man dann auf einer breiten Piste in steilen Kurven nach 150 Metern zu einer Stelle, bei der zwei Steinmännchen und ein roter Klecks rechts auf einen Trampelpfad verweisen. Der Steig schraubt sich sehr steil in engen Kehren hinauf zu einer hohen Felswand, bei der links die Felsspalte Pas de sa Fesa zu sehen ist. Der Aufstieg vom Kalkofen bis hier hat rund eine Viertelstunde betragen.

An der engsten Stelle der Felskluft überwindet man dann auf einer Leiter einen Steinbrocken und ein Mäuerchen und erreicht kurz darauf (Steinmännchen) einen Flurweg mit einer hohen Steinpyramide und biegt dort rechts ab. Die Ackerpiste führt in fünf Minuten zu dem Schuppen Porxo del Pouet, vor dem rechts (roter Pfeil) abgebogen wird. Geradeaus verläuft die spätere Route auf die Sa Gúbia.

Weiter geht es also rechts zunächst eben auf einem breiten Flurweg, auf dem zwei offene Tore passiert werden. Links erhebt sich die gewaltige Westwand der Sa Gúbia. Allein für den Anblick der spektakulären Vertikalwand lohnt sich der Abstecher zum Coll des Raixeta. Die Piste führt dann in einigen Kurven abwärts.

Links unten sind die Cases de la Muntanya zu sehen, die zu der Possessió s´Alqueria d´Avall gehören. Besitzerin dieses Landguts ist Maria Rotger Salas, Ehefrau des Ex-Ministerpräsidenten der Balearen, Gabriel Cañellas.

Man gelangt dann zu einem weiteren offenen Tor und rund 20 Minuten nach dem Abzweig bei dem Porxo del Pouet zu der links abzweigenden Zufahrt der Bergfinca. Dort wandert man jedoch geradeaus weiter und passiert nach wenigen Schritten einen Durchlass mit Mauerpfeilern. Dahinter führt die Piste geradeaus (roter Klecks) weiter. Kurz darauf wird links ein Steinmännchen ignoriert, das auf eine Höhle wenige Meter oberhalb verweist. Geradeaus sind nach etwa 250 Metern die Quelle Font de s´Aubi, ein grünes Wasserbassin und ein Steinschuppen erreicht.

Rund fünf Meter weiter wird der breite Weg, der übrigens nach 500 Metern endet, links bei zwei Steinmännchen verlassen. Auf einem Trampelpfad steigt man dann im Zickzack (Steinmännchen) durch eine Senke hinauf zum Coll de Raixeta. Die Gehzeit von der Zufahrt der Bergfinca bis hier hat rund eine Viertelstunde betragen.

Nach imposanten Ausblicken auf den wunderschönen Berg Puig de na Fàtima, das Tal von Valldemossa und den links unten liegenden verlassenen Gutshof Raixeta, der zu der Possessió Raixa gehört, wandert man in rund 35 Minuten wieder zurück zu dem Porxo del Pouet. Von dort verläuft die Route geradeaus aufwärts, wobei ein offenes Eisentor passiert wird. Schließlich wird rund zehn Minuten nach dem Porxo der Coll de Sa Gúbia erreicht, bei dem sich rechts ein Gedenkstein für Leandre Ximenis befindet. Der Mallorquiner war in den 1920er Jahren Bergführer in der schon 1905 gegründeten Wandergruppe des Foment del Turisme de Mallorca (Fremdenverkehrsverband).

Bei dem Gedenkstein beginnt rechts ein Pfad, der im Zickzack nach oben zu einem Tor führt, das auf einer Leiter überstiegen wird. Nach einer Aufstiegszeit von rund zehn Minuten sind eine Hütte und danach eine Vermessungssäule und ein Mirador mit einer steinernen Sitzbank erreicht. Hier bietet sich aus einer Höhe von 609 Metern eine famose Aussicht auf Palma und seine Bucht. An klaren Tagen ist sogar der Archipel Cabrera auszumachen. Im Südwesten ragen die markanten Berge Fita del Ram, die Mola de Planícia und der Puig de Galatzó empor.

Im Anschluss steigt man wieder zum Coll de Sa Gúbia ab und biegt dort rechts ab. Der breite Camí de la Muntanya schlängelt sich nun in 39 Serpentinen talwärts. Rund eine Stunde nach dem Abstieg vom Gipfel der Sa Gúbia ist dann das Landgut s´Alqueria d´Avall erreicht, bei dem man rechts nach 20 Metern wieder zur Parkbucht an der Ma-11 gelangt.

Wegstrecke

12 km (Rundtour)

Nettogehzeit

rund 3 Std. 30 Min.

Höhenunterschied

400 m

Schwierigkeitsgrad
***

Anfahrt von Palma:
Auf der Ma-11 Richtung Sóller. Bei Kilometerstein 15,8 befindet sich links eine Parkbucht.

Tourencharakter:
Mittelschwere, lange Wanderung auf breiten Pisten und steinigen Trampelpfaden. Das Schild ?Camino particular, prohibido el paso" zu Beginn der Tour kann auch deshalb ignoriert werden, da diese Tour in mallorquinischen Wanderführern beschrieben ist.

Ausrüstung:
Wanderstiefel, Sonnenschutz, Wasser.

Einkehr:
Lokale in Bunyola.

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