Bodega Jutxa Mare in Banyalbufar

12-08-2008  
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Der Celler Juxta Mare an der Westküste.
Der Celler Juxta Mare an der Westküste.   Foto: Nele Bendgens

KIRSTEN LEHMKUHL Weinverkostung mit Sonnenuntergang: Der neue Celler Juxta Mare in Banyalbufar liegt – nomen est omen – ganz nah am Meer, direkt an der Westküste, und bietet dort Degustationen mit wahrhaft spektakulärem Ausblick. Geöffnet ist bis 22 Uhr, Zeit genug also, um die Sonne im Meer versinken zu sehen. Für eine ordentliche Grundlage kann gleich vor Ort gesorgt werden: Jedenfalls bietet Winzer Toni Darder, dessen Familie seit dem 18. Jahrhundert in Banyalbufar ansässig ist, zum Rebensaft eine Reihe mallorquinischer Produkte zum Verkauf an: Die Palette reicht von Sobrassada, Olivenöl, Paté über den Honig made in Mallorca bis hin zum Käse aus Mahón.

Es war im Jahr 2003, als Darder seine Bodega Son Vives, benannt nach dem Anwesen der Familie, gründete, zu der der Celler Juxta Mare gehört. Mit 1,5 Hektar Land handelte es sich am Anfang um ein Miniweingut, dessen Eigentümer sich zunächst besonders dem Malvasía verschrieben hatte. Diese Weißweinsorte hatte in der Vergangenheit eine gewisse Berühmtheit erlangt, jedenfalls lobte einst schon der österreichische Erzherzog Ludwig Salvator den Tropfen aus Banyal- bufar in seinem Klassiker „Die Balearen“ über den grünen Klee.

Mittlerweile hat Darder sein Angebot erweitert und stellt auch Rotweine her. Die Jahresproduktion insgesamt beläuft sich auf rund 15.000 Liter: Dazu gehören die Weißen Juxta Mare (17,50 Euro, 100 Prozent Malvasía), die Fusío de Blancs, eine Coupage aus Chardonnay, Malvasía und Prensal Blanc (12,90 Euro), sowie der Süßwein Juxta Mare Dulce (100 Prozent Malvasía, 13,20 Euro/0,375 Liter). Als Rotweine sind zurzeit der N 2006 auf dem Markt, der aus Cabernet Sauvignon, Merlot, Mantonegro und Shiraz gekeltert wurde (8,80 Euro), sowie der Roella 2006 (Mallorquinisch für Mohnblume), ein tinto joven aus denselben Rebsorten (6,40 Euro), die er auf weiteren 2,5 Hektar in Sencelles anbaut. „Ich hatte einfach Lust, etwas Neues auszuprobieren“, sagt der 45-Jährige. „Zudem baue ich den Malvasía stets zwei Monate lang in neuen Fässern aus französischer und ungarischer Eiche aus, Fässer, die ich anschließend wunderbar für die Rotweine weiterverwenden kann.“

Bodega und Celler gehören zu der Vereinigung Petits Cellers, kleine Kellereien, die sich gemeinsam gegen die großen Weingüter in Position bringen. Schließlich muss für das Marketing etwas getan werden. Und so wurde gerade ein Abkommen mit der Vereinigung Agroturismo Balear geschlossen, auf dass die alten Landgüter ihren Gästen den Wein der „Kleinen“ anbieten.

Bodega Juxta Mare
Crta. Banyalbufar – Estellencs, km 87,5.
Geöffnet: 11 bis 14, 18 bis 22 Uhr
Montag geschlossen.
Wer möchte, kann nach Voranmeldung auch im Herrenhaus der Familie, Son Vives, Wein verkosten (ab sechs Personen, 12 Euro/Person).
Tel.: 609-60 19 04.

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