03. Juli 2008
03.07.2008

Spaniens Wirtschaft: Zapatero schließt Rezession aus

03.07.2008 | 02:00

Spaniens Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero hat Befürchtungen zurückgewiesen, das schrumpfende Wirtschaftswachstum im Land könne zu einer Rezession führen. "Es wird auch keine Stagnation geben", sagte der sozialistische Regierungschef am Mittwoch in einer Sondersitzung des Parlaments in Madrid. Er räumte jedoch ein, dass die derzeitige Wirtschaftslage "kompliziert" sei und angesichts steigender Arbeitslosigkeit und der hohen Inflation von 4,6 Prozent viele Bürger treffe. Spanien sei aber nach mehreren Jahren des Wachstums in der Lage, die Schwierigkeiten zu meistern, ohne auf eine soziale Politik zu verzichten.

Die konservative Opposition warf der Regierung vor, die Konjunkturprobleme zu verharmlosen. Zapatero müsse endlich einräumen, dass Spanien in einer ernsten Krise stecke. "Sie verhalten sich wie ein Arzt, der seinem Patienten eine schwere Krankheit verheimlicht", kritisierte Oppositionschef Mariano Rajoy .

Nach jüngsten Prognosen wird die Wachstumsrate in Spanien in diesem Jahr unter die Marke von 2,0 Prozent fallen. Bisher war die Regierung von einem Wirtschaftswachstum von 2,3 Prozent ausgegangen. Madrid führt dies vor allem auf die internationale Finanzkrise, die steigenden Erdöl- und Rohstoffpreise sowie auf den Einbruch des heimischen Immobilienmarktes zurück. Zur Belebung der kränkelnden Wirtschaft hatte die Regierung vor drei Wochen ein fast acht Milliarden Euro schweres Konjunkturprogramm verabschiedet.

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