23. Oktober 2008
23.10.2008

Einheitliche Flughafengebühren gefordert

24.10.2008 | 11:27

Die Flughafengebühren in der Europäischen Union werden in Zukunft einheitlich und transparenter sein. Das EU- Parlament stimmte am Donnerstag in Straßburg für eine entsprechende Richtlinie, die die EU-Länder innerhalb der nächsten zwei Jahre in nationales Recht umsetzen müssen.

Damit werden einheitliche Verfahren eingeführt, nach denen Start- und Landerechte, Gepäckabfertigung, der Transport der Passagiere zwischen Wartehallen und Maschinen sowie der Lärmschutz berechnet werden. Flughafengebühren müssten kostenbezogen und fair sein und dürften nicht zwischen unterschiedlichen Fluggesellschaften diskriminieren, sagte der SPD-Europaparlamentarier Ulrich Stockmann. Wichtig sei das Prinzip "gleiche Gebühren für gleiche Leistungen".

Die Richtlinie soll für Flughäfen mit mehr als 5 Millionen Passagieren pro Jahr gelten, oder für den größten Flughafen eines Mitgliedslandes. EU-weit sind 69 Flughäfen betroffen, in Deutschland sind es Frankfurt/Main, Berlin-Schönefeld, Berlin-Tegel, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, Köln/Bonn, München und Stuttgart. In Deutschland betragen nach Angaben Stockmanns die Flughafengebühren etwa zwei Milliarden Euro pro Jahr.

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