30. Oktober 2008
30.10.2008

Verhandlungen um Real Mallorca: Brite Davidson springt ab

30.10.2008 | 11:19

Hat Paul Davidson nur geblufft? Am Mittwoch hat der designierte Käufer von Real Mallorca den Termin platzen lassen, an dem er die 38 Millionen Euro für den Fußball-Club an den bisherigen Clubeigner Vicenç Grande hätte zahlen sollen. Es war alles vorbereitet. In der Filiale der Barclays-Zentrale an Palmas Avenida lagen die Schecks schon auf dem Tisch, Davidson brauchte nur noch unterschreiben. Doch der Brite kam nicht.
Am Mittwochmittag erreichte die Anwälte von Clubeigner Vicenç Grande eine E-Mail mit folgender Botschaft: „Sie können sich für heute etwas anderes vornehmen. Ich werde nicht kommen. Wenn Ihnen dadurch Unannehmlichkeiten entstanden sind, tut mir das sehr leid". Punkt, aus. Kein Wort darüber, warum er nicht zum vereinbarten Treffen erschien. Kein Hinweis auf einen späteren Termin. „Das klingt alles nach einem endgültigen Abschied", meinte am Mittwoch jemand, der dem Club sehr nahe steht. Der Radiosender Cadena Ser wollte zwar erfahren haben, dass sich Davidson mit einer Geschäftsreise nach China entschuldigt habe. Doch mehren sich Zweifel an der Ernsthaftigkeit des Briten. Noch am vergangenen Wochenende hatte er der Zeitung „El Mundo" in einem Interview, das in London geführt wurde, versichert, dass es jetzt kein Zurück mehr gebe und der Übergang des Fußball-Clubs in seinen Besitz nur noch eine rein formelle Sache sei.
Am 15. Oktober hatte der Konkursrichter, der die Geschäfte des insolventen Vicenç Grande überwacht, den Verkauf des Clubs ffiziell genehmigt. Von da an hatten die beiden Parteien zehn Werktage Zeit, das Geschäft zum Abschluss zu bringen. Am Mittwoch war die Frist abgelaufen. Vor gut drei Monaten war Davidson erstmals als potenzieller Käufer des Clubs ins Gespräch gebracht worden.

auf Twitter teilen
auf Facebook teilen
Empfohlene Links: Inselradio 95,8 | Mallorca mal 365 |