06. November 2008
06.11.2008

Eto'o und Higuaín in Spanien als vierfache Torschützen bejubelt

10.11.2008 | 09:54

Samuel Eto'o hatte im Sommer beim FC Barcelona schon den Laufpass erhalten, Gonzalo Higuaín war bei Real Madrid wegen seiner mangelnden Treffsicherheit in Ungnade gefallen. Doch am zehnten Spieltag der Primera Division sorgten die beiden Stürmer mit jeweils vier Toren für den Sieg ihrer Mannschaften und werden jetzt in Spanien wie Helden gefeiert.

Beim 6:0-Kantersieg von Spitzenreiter Barça über den Tabellen-14. Real Valladolid reichten dem Kameruner Eto'o 44 Minuten für seinen Viererpack in einer Halbzeit. "Historisch!", jubelte die katalanische Presse am Sonntag über den 27-Jährigen, der mit 13 Treffern in zehn Spielen aktueller Torschützenkönig ist. "Zum Glück haben sie ihn nicht verkauft", lästerte das Madrider Sportblatt "Marca", denn schließlich war Eto'o im Juni vom neuen Trainer Josep Guardiola zusammen mit Ronaldinho und Deco schon ausgemustert worden. Die anderen zwei Treffer gegen Valladolid erzielten Gudjohnsen und Henry.

Im Alleingang sorgte der erst 20 Jahre alte Higuaín für den 4:3- Erfolg Real Madrids über den FC Málaga. Im Gegensatz zur Partie des Erzrivalen Barcelona musste sich das Team von Trainer Bernd Schuster den Sieg gegen die Südspanier hart erarbeiten: Gleich dreimal machten die "Königlichen" einen Rückstand wett. In der 78. Minute erzielte Higuaín das erlösende Siegtor, nachdem der gebürtige Argentinier zuvor jeweils die Führung der Gäste ausgeglichen hatte (8./37./71. Minute).

Higuaín, der nur aufgrund der Knieverletzung des Niederländers Ruud van Nistelrooy erstmals wieder als Mittelstürmer auf seiner Lieblingsposition zum Einsatz kam, nutzte die Chance. "Er ist zur Legende geworden", meinte gar die Sportzeitung "As". Auf die Frage, was sich denn geändert habe, antwortete der 20-Jährige selbst: "Jetzt treffe ich."

Für Schuster, der angesichts der enttäuschenden Leistungen in der Primera División immer stärker in die Kritik gerät, war der Sieg eine große Erleichterung - zumal sein Team in der zweiten Halbzeit mit zehn Mann auskommen musste, nachdem Verteidiger Sergio Ramos kurz vor der Pause wegen einer Tätlichkeit vom Platz geflogen war. "So ein Sieg gibt uns Kraft und Moral", sagte der Deutsche. Und räumte ein: "Wir müssen trotzdem noch vieles korrigieren."

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